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Sieben Podestränge für Wohler Karate-Junioren

Raphael Raphael
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(chm)

Nach langer Wettkampfpause durften sich die Karate-Junioren wieder einmal an einem offiziellen Turnier mit ihrer Konkurrenz messen. Die Wohler Karatejugend vermochte das Turnier positiv zu prägen und es gelang ihnen, siebenmal Edelmetall zu erkämpfen.

Nach 1 ½-jähriger coronabedingter Durststrecke reisten am vergangenen Samstag insgesamt acht Junioren- und Nachwuchskaratesportler des Karate-Club Wohlen nach Flims, um dort um die begehrten Trophäen des 38. Kolibri-Cup zu kämpfen. Das diesmal mit rund 50 teilnehmenden Karatekas besetzte Turnier gilt im Karateverband IFK (International Federation of Karate) als eines der wichtigsten Nachwuchsturniere in der Schweiz. In verschiedenen Alters- und Gewichtskategorien vermochten die Wohler durchwegs zu überzeugen und durften sich danach über einmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze freuen.

Hoffmann und Jankovic gewinnen Silber und Bronze

Mit einem geringeren Teilnehmerfeld als vor der Coronapandemie starteten die jüngsten Karatekas bis 11 Jahre in der Kategorie «Kata & Clicker». Bei der mit 16 Karatesportlern belegten Kategorie gilt es, in der technischen Disziplin «Kata» mit möglichst hoher Punktzahl als auch in den schnellen «Clicker»-Kämpfen mit möglichst vielen Siegen zu brillieren. Die Summe der erzielten Punkte aus beiden Disziplinen ergibt dann den verdienten Schlussrang. Eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen, war natürlich auch das Ziel der beiden Wohler Lena Jankovic und Nils Hoffmann, die mit ihren zwei tollen Kata-Durchgängen sich bereits eine gute Ausgangslage für den weiteren Wettkampfverlauf schaffen konnten. Viel Kampfwillen mussten die beiden Wohler in den folgenden Non-Contact-Clicker-Kämpfen aufbringen, wo sie sich mit ihren 130 Zentimetern Körpergrösse gegen meist grössere Gegner behaupten mussten. Dies gelang beiden sehr gut und sie konnten alle ihre Gegnerinnen und Gegner in die Schranken weisen und zogen bis in den Halbfinal ein. Während dem Jankovic ihren Kampf knapp verlor, verliess Hoffmann diesen auch noch als Sieger und durfte in den Final einziehen. Zum ganz grossen Erfolg reichte es Hoffmann leider nicht ganz, da er sich im Final seiner Gegnerin aus Chur geschlagen geben musste. Über den silbernen Podestrang für Hoffmann und den verdienten Bronzeplatz für Jankovic konnten sich die wenigen Wohlerfans, die unter dem auferlegten Schutzkonzept anwesend sein durften, sehr freuen.

Fünfmal Edelmetall im Kontaktkarate

Für die über 11-jährigen Karatekas galt es, sich im Kontaktkarate in diversen Gewichts- und Alterskategorien zu behaupten. In diesen Kyokushinkai-Kategorien, in denen die Kämpfer nebst den üblichen Schützern auch noch einen Helm tragen, startete bei den «Knaben 11 Jahre, leicht» Sascha Hoffmann. Im ersten Kampf liess sich der Newcomer in dieser Disziplin von der Kampfintensität überraschen und verlor diesen in der Folge leider klar. Doch von diesem Verhalten spürte man in den drauffolgenden Kämpfen nichts mehr, er fing sich auf und dominierte dann seine Gegner, womit ihm der tolle silberne Podestrang in der Schlussabrechnung gegönnt war.

In der Kategorie «Knaben 12 und 13 Jahre, leicht» starteten die Zwillinge Cédric und Yannick Küchler. Trotz guter Kampfleistung vermochten sie nicht ganz mit er Spitze mitzuhalten. Cédric durfte sich trotzdem über seine erreichten 3. Rang freuen.

Deepa Thiruthabandran startete erstmals in der Kategorie «Mädchen 16–17 Jahre», wo die Kampfhärte und Intensität wesentlich höher ist als bei den unteren Alterskategorien. Im finalen Kampf musste Thiruthabandran einen starken Schlag einkassieren, was ihrer technisch überlegenen Kämpferin den Sieg einbrachte. Trotz allem konnte sich die Wohlerin über ihren Silberplatz freuen.

In der Kategorie «Knaben 16-17 Jahre» kam es zu einem reinen Wohler Finalduell. Sandro Kuster und Severin Schnyder gönnten sich nichts und zeigten einen interessanten Kyokushinkai-Kampf, den der erfahrenere Kuster zu seinen Gunsten und somit zu Gold entschied. Schnyder, der erstmals an einem Turnier startete, konnte sich über den zweiten Schlussrang freuen und rundete die gute Bilanz der Wohler Karatekas an diesem Turnier mit Freude ab.