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Schwinger-Familie nimmt Abschied von Max Näf

Fredi Köbeli
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(chm)

Am 28. April 2021 feierte Max Näf aus Hägendorf seinen 86. Geburtstag. Jetzt, einige Wochen später, am 20. Mai, hat sein Leben unerwartet ein Ende genommen. Am 1. Juni nahm die Trauergemeinde Abschied von einem aktiven Menschen, der auch die regionale Schwinger-Szene enorm geprägt hat.

Der legendäre Schulhausabwart des «Hübeli» hat sich in all den Jahren im Schwingsport einen Namen gemacht. Der mehrfache Kranzschwinger gewann bereits 1959 das Oeschinensee-Schwinget und sieben Jahre später das Solothurner Kantonale in Stüsslingen. Während dieser Zeitspanne prägte Max Näf auch das Oltner Schützenmatt-Schwingfest, das er nie schlechter abschloss als im sechsten Rang.

Auch als Funktionär war Max dem Schwingsport eng verbunden. Im Schwingklub Olten-Gösgen wirkte er als Beisitzer, Kassier, Vize-Präsident und von 1975 bis 1982 als Präsident. Im Kantonalverband war er zuerst Vize und dann vier Jahre Präsident. Auch dem Nordwest-Verband und den Nationalturnern stellte er jahrelang sein Wissen zur Verfügung. Ein Höhepunkt in Max Näfs Schwinger-Laufbahn war sein Mitwirken als zweiter Vize-Präsident im OK-Ausschuss des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 1992 in Olten.

Diese kompetente Vielfältigkeit wurde mit den Ehrenmitgliedschaften im Schwingklub Olten-Gösgen (1983), SKSV (1987) und NWSV (1988) belohnt. Eine grosse Schwinger-Gemeinschaft wird Max Näf für alle Zeit ein ehrendes Andenken bewahren. Danke, Max, und lass uns mit Herrmann Hesse enden: «Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.»

Schwingklub Olten-Gösgen

Foto: zvg