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Raus aus dem Schulalltag

Urs Huber
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Bild: Urs Huber

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(chm)

In der letzten Septemberwoche fand an der Kantonsschule Olten die alljährliche Spezialwoche statt. Die ersten Klassen der SekP, des Gymnasiums und der FMS verbrachten eine Gemeinschaftswoche innerhalb des Klassenverbands. Die ersten P-Klassen nahmen am Fussballturnier teil, widmeten sich diversen Lerntechniken und verbrachten einen Tag mit einer Chilitrainerin (Chili = Konfliktpräventionsprogramm des Roten Kreuzes). In der zweiten Wochenhälfte wanderten die 1cP und die 1dP durch die Areuseschlucht, besuchten das Naturmuseum Solothurn und verbrachten eine Nacht in der Jugendherberge dieser schönen Barockstadt. Die ersten Gymnasiums- und FMS-Klassen nutzten ihre Zeit zum einen, um ihr Wissen in Sachen ICT, BYOD (Bring You Own Device) und Office 365 zu festigen und Lerntechniken einzuüben, zum anderen, um ihren Klassengeist zu fördern und sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Hinzu kamen auch die in die Gemeinschaftswoche integrierte Schulreise und auswärtige Übernachtung, die in diesem Jahr zur Freude der Schülerinnen und Schüler wieder möglich waren. So verbrachte zum Beispiel die Klasse 1cW zwei Tage in Avenches, Murten und Biel, wo sie dank Interviews mit Passanten und einer Schnitzeljagd auch ihre Französischkenntnisse auf den Prüfstand setzte. Die 1bF hingegen besuchte das Museum für Kommunikation in Bern und übernachtete in der Jugi Burgdorf.

Bei den zweiten Klassen aller Abteilungen gab es eine Neuerung, nämlich die Einführung der sogenannten Modulwoche. Wo sie früher aus einem Kurs, angeboten von diversen Lehrkräften, wählen konnten, konnten die Schülerinnen und Schüler diesmal gleich zwei Kurse bzw. Module besuchen. Ein Modul dauerte zwei Tage und wurde je nachdem durch eine Exkursion am Mittwoch ergänzt. Die angebotenen Module spiegelten die vielfältigen Interessen der anbietenden Lehrkräfte wider. So gab es Module zu Volleyball, Klettern, Naturfotografie, Umwelt, Gletscher, Kafka, Persönlichkeitspsychologie, aber auch englischsprachige Module zu New York oder «Great Detectives». Die Klasse 2cN entschied sich für eine Klassenprojektwoche auf der Alp Hintere Walig in Saanen, die von der Stiftung Umwelteinsatz vermittelt wurde. Hier wurden eine Woche lang unermüdlich Alpweiden entbuscht, Steine weggeräumt und Waldpflegearbeiten erledigt.

Bei den dritten Gym-Klassen stand die Woche im Zeichen des Schwerpunktfaches, doch leider machte Corona gerade den Sprachfächern auch dieses Jahr wieder einen Strich durch die Rechnung. So konnten z.B. die Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunktfach Spanisch ihrer «Pasión latina» nicht in Spanien, dafür aber im Schulzimmer beim Salsatanzen oder Kochen nachgehen und als Zückerchen die «Viva Frida Kahlo» Ausstellung in Zürich besuchen. Die Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht hingegen konnten ihr Praktikum wie gewohnt durchführen. Dieses sollte ihnen helfen, die gelernte Theorie in der praktischen Wirtschaftswelt wiederzuerkennen und bestenfalls anzuwenden. Die Motivation und Freude auf Seite der Schülerinnen und Schüler war gross, konnten sie sich doch in der Unternehmenswelt von einer anderen Seite zeigen und ihre Stärken auf vielfältige Art und Weise einsetzen.

Die Maturklassen führten ihre Studienreisen durch, blieben aber alle in der Schweiz – die meisten im Tessin. Obwohl viele Schülerinnen und Schüler es bedauert hatten, dass sie nicht ins Ausland gehen durften, wurde während dieser Woche doch vielen bewusst, dass es auch im eigenen Land traumhaft schön ist und das gemeinsame Erlebnis mit den Klassenkameraden doch das Allerwichtigste ist.

Text/Bild von Charlotte Jäggi

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