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Osterfeiern in der Ref. Kirche Kriegstetten

Sabrina Racine
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(chm)

Die Osterfeiern führten thematisch durch die verschiedensten Seiten des Lebens. Symbole, wie das grosse Holzkreuz oder eine Backsteinwand, machten die Themen mit verschiedenen Sinnen erfahrbar. Musik nahm die Stimmungen auf, erweiterte und vertiefte das Ganze nochmals auf eindrückliche Weise.

Am Karfreitag, der Kreuzigung von Jesus, ging Gott in Jesus durch die allerschwierigsten Seiten des menschlichen Lebens hindurch. Deshalb können wir auf einen Gott zählen, der auch das Schwere unseres Lebens versteht. Wir müssen das Scheitern, das Leiden oder enttäuschte Hoffnungen nicht verschweigen. Im Gottesdienst wurden Gläser mit Erde in die «Klagemauer» gestellt, als Symbol, dass das, was voller Hoffnung war, mit Erde bedeckt wurde. Das grosse Holzkreuz war kantig und roh.

In der Osternacht, in der das Dunkle durchbrochen wird, tauchen lichtvolle Gedanken auf, seien sie noch so klein und unscheinbar. Sie haben das Potenzial, gross zu werden, sich zu vermehren.

So wurde in der Feier die brennende Osterkerze in die dunkle Kirche getragen. Auf den mit Erde gefüllten Gläsern wurden Kerzen angezündet – denn: Die Enttäuschungen und das Schwere, das an Karfreitag im Mittelpunkt stand, verschwinden nicht einfach, aber wir können beides in einem anderen Licht betrachten. Die Klagemauer wurde zur Hoffnungswand mit vielen Kerzenlichtern. Auch das Karfreitagskreuz veränderte sich zum lichtvollen Hoffnungskreuz.

Im Gottesdienst an Ostern wurden Blüten auf die Erde der «Karfreitagsgläser» gelegt. Die Wand verwandelte sich endgültig zur Hoffnungs- und Lebenswand.

Denn Leiden, Enttäuschungen, der Tod sind nicht das Letzte. Das Leben ist stärker. Das wollte Gott uns an Ostern mit der Auferstehung u. a. weitergeben.

Auch das Kreuz wurde, nun mit Blumen bedeckt, zum Lebenskreuz voller Farben, voller Frühling, voller Lebenskraft. Wunderbare Ostermusik begleitete die Feier und bestärkte das Gefühl der Hoffnung.

Autor: Reto Bichsel