naturförderverein Solothurn und Umgebung
Natur im Siedlungsraum

Alfred Dätwyler
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(chm)

Unter diesem Titel fand am Samstag, 12. Juni 2021, ein vom Naturförderverein Solothurn und Umgebung zusammen mit Pro Natur Solothurn organisierter Anlass statt. Zirka 15 Personen fanden sich bei schönstem Wetter zur Exkursion ein. Nach der Begrüssung durch Patrick von Däniken (Pro Natura Solothurn) übernahmen die Exkursionsleiter Roman Flück (w + s Landschaftsarchitekten AG) und Thomas Schwaller (Amt für Raumplanung) die Führung.

Roman Flück erläuterte anhand der Fegetz-Allee das 2019 letztmals aktualisierte Naturinventar der Stadt Solothurn, ein Instrument für die Bauverwaltung, die Bauherren, die Architekten und die Politik. Wie gerufen, hörten wir die Stimme des Buntspechts und sahen einen Girlitz in den Alleebäumen.

Südlich des Fegetz-Schulhauses, überwacht von einer Storchenfamilie, konnten wir die konkrete, naturnahe Gestaltung der Umgebung mit «Busch-Spielplatz» und «Busch-Weiher» betrachten. Thomas Schwaller zeigte uns u.a. die Jungfernlibellen, deren Paarungsakt, die Häutungsüberreste und winzig kleine, junge Erdkröten.

Alsdann ging es weiter in den Naturgarten von Lore Lässer, der Witwe von Alex Oberholzer. Wir bewunderten die vielfältigen Pflanzen wie Natternkopf, Storchenschnabel, Blumen, Büsche und Bäume, akustisch begleitet vom melodiösen Schmettern der Mönchsgrasmücke. Lore in-formierte spannend über die Entstehungsgeschichte der Idee der Naturgärten.

Arg in Zeitnot ging es weiter zur Parkanlage des Friedhofs St. Katharinen, wo uns Peter Fluri an verschiedenen Standorten Erläuterungen zur Aufwertung der Umgebung des westlichen Schotterpfads mit zahlreichen Büschen und zur Idee eines Friedhains im östlichen Bereich gab. Magisch wirkte es, dass während Peters spannendem Vortrag das Wahrzeichen unseres Vereins, ein seltener Schwalbenschwanz, gemächlich über dem Kopf von Peter und über die Wiese des geplanten Friedhains segelte.

Zum Schluss war Mitarbeit angesagt. Alle Teilnehmer*innen, verstärkt durch Co-Präsident Nico Allemann, halfen tatkräftig mit, mehrere Asthaufen und einen Steinhaufen entlang des Verenabachs zu errichten. Eine Ringelnatter wurde schon gesichtet. Asthaufen bieten Kleinsäugern wie Igel, Iltis, Wiesel, Siebenschläfer und Insekten Unterschlupf. Steinhaufen sind Habitate für Eidechsen, Blindschleichen, Insekten.

Zum Schluss wurden eine Infotafel und draussen auf dem Feld ein Sitz für Greifvögel gesetzt. Alsdann war es Zeit für einen Schwatz bei einem kühlen Bier.

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