leserbeitrag
Jubiläumsfeier 80 Jahre Residenz Falkenstein

Beatrice Koch
Drucken
Bild: Beatrice Koch
4 Bilder
Bild: Beatrice Koch
Bild: Beatrice Koch
Bild: Beatrice Koch

Bild: Beatrice Koch

(chm)

Am 1. August 2021 wurde in der Residenz Falkenstein nicht nur der Nationalfeiertag, sondern auch das 80-Jahre-Falkenstein-Jubiläum gefeiert. Bewohnende, Angehörige, Mitarbeitende und Gäste erlebten einen schönen, feierlichen und abwechslungsreichen Tag.

Die Geschichte: Dank der Besonnenheit und dem zukunftsorientierten Denken von Jakob Irmiger, dem Gründer des Krankenasyls Menziken, durfte die Residenz Falkenstein am 1. August den 80. Geburtstag feiern. Jakob Irmiger (1853–1938) verfügte in seinem Testament die nachmalige Nutzung seines ehemaligen Wohnhauses an der Schwarzenbachstrasse 9. Er setzte das Krankenasyl Oberwynen- und Seetal Menziken zu seinem Universalerben ein. Seinem Wunsch entsprechend gründete die Spitalbehörde 1941 das Altersheim Falkenstein. Es standen 14 Zimmer zur Verfügung. Heute – 80 Jahre später, bietet der Falkenstein 90 Bewohnerinnen und Bewohnern professionelle Betreuung und Pflege mit ausgeprägtem Fachwissen und trotzdem mit Herz.

Lob und Dank an Jakob Irmiger

Mit beschwingter Musik eröffnete die Musig Mänzike, unter der Leitung von Dirigent Beni Fischer, den Jubiläumstag. Infolge des regnerischen Wetters fanden die Feierlichkeiten drinnen statt, was jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch tat. In ihrer Willkommensansprache erklärte die Geschäftsleiterin Ursula Gnädinger, die für den ganzen Tag geltenden Corona-Schutzmassnahmen. Sehr gerne hätte man einen Tag der offenen Tür für die breite Bevölkerung angeboten, aus verständlichen Gründen war dies jedoch nicht möglich. Der Präsident des Spitalverein Wynen- und Seetal, Hans Jörg Elsasser, richtete ebenfalls ein paar Worte an die Zuhörer und lobte Jakob Irmiger für seine weise Voraussicht. Das grosszügige Geburtstagsgeschenk des Spitalvereins an die Residenz Falkenstein (ein Nussbaum) hatte Hans Jörg Elsasser schon einige Wochen vor dem Fest vorbeigebracht. Der 18-jährige schattenspendende Nussbaum hat seine Wurzeln bereits fest im Falkenstein-Boden verankert und erfreut die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Besucher gleichermassen.

Anschliessend bezog Mario Gaiser, reformierter Pfarrer in Menziken, seine eindrückliche Ansprache auf den Leitspruch des Falkenstein: «Hier bin ich Mensch, Hier darf ich's sein» (J.W. von Goethe).

Ein unvergessliches Fest

Nach den kurzweiligen und informativen Ansprachen durften Bewohnende, Angehörige, Gäste und Mitarbeitende einen abwechslungsreichen und vielseitigen Tag erleben. Das Fahnenschwinger-Duo Marie Würsch und Partner, vom Fahnenschwinger-Verband der Nordwestschweiz, zeigte so manchen Fahnenschwung und Marie Würsch erklärte dazu die verschiedenen Techniken.

Alfred Züsli eroberte mit seinen Klängen der Drehorgel die Herzen der Zuhörer. Als er die verschiedenen Abteilungen besuchte, sah man hier und dort eine Freudenträne kullern.

Weiterer musikalischer Besuch traf am Mittag ein. Die Ländlerkapelle Bühler-Fischer aus Luzern begeisterte das Publikum mit lüpfiger Musik, schade nur, dass das Tanzbein nicht geschwungen werden durfte. Die unter anderem durch die Sendung Potzmusig des Schweizer Fernsehen SRF1 bekannte Kapelle Bühler-Fischer ist genau halb so alt wie der Falkenstein. Im Oktober kann diese das 40-Jahr-Jubiläum feiern.

Um 13 Uhr wurde der spannende Falkenstein Rundgang für die Bewohnenden, Angehörige und Gäste eröffnet. Ein Wettbewerb, Wurfspiel, Glücksrad, Schokokuss-Schleuder, Fotoausstellung, eine Ausstellung von Pflegeutensilien «damals und heute» sowie die Sinneswelt (tasten und raten von Gegenständen) in der Tagesstätte standen auf dem vielseitigen Programm. Feines vom Grill, dazu leckere Salate sowie ein gluschtiges Dessert setzten dem Festtag noch das Tüpfelchen auf’s i.

Gegen Abend traf das Alphorn-Duo Echo vom Sood ein. Irene und Hansruedi Kaspar beendeten den Jubiläumstag mit ihren warmen Klängen. Passend zum Nationalfeiertag stimmte Alfred Züsli mit der Drehorgel die Schweizer Nationalhymne an, worauf alle kräftig mitsangen.

Dieser besondere Tag wird noch lange in Erinnerung bleiben und bestimmt wäre Jakob Irmiger stolz auf seinen Falkenstein!

Aktuelle Nachrichten