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Jérôme Kym ganz knapp am ersten Grad-2-Titel vorbeigeschrammt

Fabio Baranzini
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Bild: Fabio Baranzini

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(chm)

Das Aargauer Tennistalent Jérôme Kym hat ganz knapp seinen ersten internationalen Juniorentitel bei einem Grad-2-Turnier verpasst. In Österreich unterliegt er im Endspiel im Tie-Break des dritten Satzes.

Es war ein richtiger Krimi im Endspiel des Grad-2-Turniers im österreichischen Oberpullendorf. Der Aargauer Jérôme Kym, der als aktuelle Nummer 18 der Junioren Weltrangliste an Nummer eins gesetzt war, duellierte sich mit dem ungesetzten Mazedonier Kalin Ivanovski (ITF 81). Nachdem der Aussenseiter den ersten Satz mit 6:3 gewinnen konnte, glich Kym das Spielgeschehen dank einem 7:6 – das Tie Break gewann er gleich mit 7:0 – wieder aus.

Der dritte Satz musste also die Entscheidung bringen. Und auch der ging ins Tie-Break. Doch in der zweiten Kurzentscheidung dieses Finals war es Ivanovski, der die Oberhand behielt und sich den Titel sichern konnte. Für Kym ist dies die zweite Niederlage im Endspiel eines Juniorenturniers auf dieser Stufe. Bereits im September 2019 erreichte er in Ungarn ein Finalspiel auf diesem Level. Damals scheiterte er jedoch klar in zwei Sätzen.

Die Form stimmt

Auf dem Weg ins Endspiel hatte Kym souverän aufgespielt und keinen Satz abgegeben. Vor allem sein Halbfinalerfolg gegen den Briten Lui Maxted – immerhin die Nummer 35 der Junioren Weltrangliste – war beeindruckend. Gleich mit 6:0, 6:1 fegte er seinen Herausforderer vom Platz. Kym, der seit einigen Monaten in Kitzbühl trainiert, hat mit der Viertelfinalqualifikation bei einem Grad-1-Turnier in Tschechien vor wenigen Tagen und der Finalqualifikation in Oberpullendorf bewiesen, dass seine Form auf Sand vielversprechend ist. Entsprechend darf er sich durchaus Hoffnungen machen auf ein erfolgreiches Abschneiden Anfang Juni an den French Open der Junioren. Es ist dies das erste Grand Slam Turnier auf Juniorenstufe, das in diesem Jahr durchgeführt werden sollte. Dies nachdem die Australian Open der Junioren wegen der Coronapandemie nicht ausgetragen worden waren.

Dank der Finalqualifikation in Oberpullendorf wird sich Jérôme Kym in der Juniorenweltrangliste um einige Ränge verbessern und voraussichtlich in die Top 15 zurückkehren. Damit nähert er sich wieder seinem bislang besten Ranking – Rang 11 – an, das er im Januar dieses Jahres erreicht hatte. Bereits nächste Woche wird Kym in Österreich ein weiteres Grad-2-Turnier bestreiten, bei dem er wiederum an Position eins gesetzt ist.