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Fricktaler Radsportteam gewinnt die afrikanische «Tour de France»

Reto Winter
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(chm)

(pd)Schon fast unglaublich, was sich in Burkina Faso abgespielt hat. Mit einer sagenhaften Teamleistung gewann Daniel Bichlmann vom Team KIBAG-OBOR-CKT mit der «Tour du Faso» das wichtigste Radrennen in Afrika, zudem beendet der junge Jan Stöckli die 10-tägige Rundfahrt über 1270 Kilometer auf dem 6. Rang.

Den Grundstein legte Bichlmann mit dem Sieg auf der 5. Etappe, nachdem er bereits Zweiter wurde bei Etappe 3 und um Haaresbreite geschlagen wurde nach Zielfilmentscheid.

Auf der 7. Etappe, einem Mannschaftszeitfahren über 33 Kilometer, konnte KIBAG-OBOR-CKT mit über 52km/h unterwegs ebenfalls auf Rang 2 beenden.

Dann der grosse Schlag des KIBAG Teams auf der 8. Etappe, die Bichlmann als 4. der Gesamtwertung startete. Eine Gruppe von 20 Fahrern setzte sich früh ab, dabei Freuler, Stöckli und Merseburg. Bichlmann attackiert, fährt in die Spitzengruppe und dann Vollschub der KIBAG Equipe. Das Hauptfeld um den Leader geschockt, kaum zu einer Reaktion fähig und bis hin zur Resignation. Der Vorsprung wurde immer grösser und war im Etappenziel mehr als 22 Minuten und neuer Gesamtleader Daniel Bichlmann.

Die letzten beiden Tagesabschnitte hiess es mit vereinten Kräften das «maillot jaune» zu verteidigen. So wurde die letzte Etappe vor einem Millionenpublikum aber auch zur Triumphfahrt in der Landeshauptstadt Ouagadougou mit einem grossartigen Sieg des Fricktaler Rennstalls bei einem UCI Weltverbandsrennen durch Daniel Bichlmann unter der sportlichen Leitung von Jean-Jacques Loup. Die 33. Austragung der «Tour du Faso» wurde gefahren über die gesamte Distanz mit einem Rekordstundenmittel von beinahe 47km/h, dies auf staubigen, meist schlechten Strassen und um die 40 Grad Hitze. Verschiedene TV-Stationen waren live dabei wie TV5Monde (französisches Pendant zu SAT3) die weltweit sendeten.

Die ganze Saison war schon überragend, aber dies war ganz grosses Kino. So gewann das KIBAG-OBOR-CKT Team bei 49 gestarteten Rennen (davon 22 UCI Renntage) 12-mal, dazukommen weitere 13 Podestplätze. Insgesamt gar 45 Top-Ten Rangierungen. Ein unglaubliche Saisonbilanz!

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