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Andermatt/Göscheneralp –von Ziegen und Wollgras

Roland Müller
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Bild: Roland Müller

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(chm)

Männerturnverein Starrkirch-Wil: Vereinsreise 11./12. September 2021

Von Roland Müller

Es ist dunkel und noch etwas frühn als sich 13 MTV-Mitglieder kurz nach 6 Uhr am Bahnhof einfinden. Die Fahrt im bequemen Treno Gottardo führt uns über Luzern, Rotkreuz nach Göschenen. Bodennebel kündigt bereits den nahenden Herbst an. Auch gibt das «Chileli» von Wassen Gesprächsstoff. In Göschenen läuft die Gruppe zum gelben Bus, wo der Chauffeur unsere reservierten Plätze «verteidigt» hat. Schon zeigen sich Sonnenstrahlen an den Bergkämmen und nach den ersten Kurven vernehmen wir das «Dü Da Do Poschtauto». Nach einer halben Stunde erreichen wir die Göscheneralp, dort empfängt uns der Guide zur Staudamm-Besichtigung.

Doch zuerst geniessen wir das fällige Kaffee mit Gipfeli. Ein kurzer Film zeigt uns eindrücklich die Baugeschichte des zwischen 1955 und 1960 errichteten Erddamms. Auf der Dammkrone haben wir eine wundervolle Sicht in die Bergwelt, geprägt durch den Aare- und Gotthardgranit. Neugierige Ziegen sind an der bunten Wandergruppe interessiert.

Wir laufen auf dem begrünten Erddamm zum Injektionsstollen, in welchem wir über steile 345 Stufen hinunter zur Drosselklappe gelangen. Weiter geht es zur Grundablasskammer, wo sich über uns 145 Meter Erdreich auftürmen. Der Rückweg ist weniger beschwerlich. Mit der kleinen Stollenbahn fahren wir hinauf zum Windenhaus. Auf der Terrasse des Berggasthaus Dammagletscher geniessen wir das feine Mittagessen, einige das mitgebrachte Picknick. Drei Turner bewundern weiter die Bergwelt und fahren dann später direkt nach Göschenen. Die Wanderer machen sich auf den abwechslungsreichen Weg hinunter zum Tunneldorf, meistens entlang der Göschenerreuss.

Zum vereinbarten Zeitpunkt treffen Alle am Bahnhof Göschenen ein. Kurz darauf fahren wir mit der Schöllenenbahn durch die Schlucht hinauf nach Andermatt. Nach Zimmerbezug im Gasthaus Skiklub und der erfrischenden Dusche trifft man sich individuell zum Apéro. Am Abend ist im Hotel Schweizerhof ein grosser Tisch reserviert. Das wunderbare Nachtessen mundet allen sehr. Zum Ausklang geht es für einen Schlummerbecher in den Spycher. Nach einer ruhigen Nacht trifft man sich im Frühstücksraum. Ein reichhaltiges Angebot weckt die Lebensgeister.

Nach dem Auschecken laufen wir bei strahlendem Sonnenschein zum Bahnhof. Es stehen Baustellenbesuch, Fahrt mit der Matterhorn-Gotthardbahn auf den Oberalppass, sowie die Wanderung zur Auswahl. Acht Turner fahren mit der Gondelbahn auf den Gütsch, bekannt durch den Windpark. Auf dem Panoramaweg Senda Sursilvana gelangen sie über die Fellilücke durch eine artenreiche Alpenflora und nach zwei Stunden hinunter zum Oberalppass. Im Restaurant Piz Calmot stärken sich alle Turner mit einem guten Mittagessen. Beim Leuchtturm gibt es ein Gruppenfoto. Auch konnten die «mutigsten» dank dem Schlüssel unseres Aktuars den Leuchtturm besteigen. Kurz darauf beginnt leider schon die Rückfahrt. Zurück nach Andermatt und Göschenen, wo wir die Südostbahn besteigen. Es kommt noch Hektik auf, aber am Schluss hat jeder einen Sitzplatz. In Olten endet eine spannende und vielseitige Vereinsreise bei schönem Wetter.

Bildlegende: Turnergruppe auf dem Oberalppass

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