Leserbeitrag
Mitreissendes Abschiedskonzert von Magdalena Malec

Andrea Giger
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„Orgel meets Jazz“

(Andreas Burckhardt) Am Sonntag verabschiedete sich die langjährige, allseits geschätzte Organistin Magdalena Malec von der reformierten Kirchgemeinde Möhlin mit einem ganz besonderen Konzert: Zusammen mit dem ungarischen Klarinettisten und Saxaphonisten Tamás Kapsa nahm sie die Zuhörerschaft auf einen Streifzug mit durch die Geschichte des klassischen Jazz im Zeitraum von 1880 bis 1935. Die beiden Künstler zeigten dabei die Verflechtung der klassischen Musik mit dem Jazz auf.

Die folgenden Stichworte mögen die Vielfalt der Einflüsse auf den klassischen Jazz aufzeigen:Blues – Tanzmusik – Orgelmusik – Gospel. - Zu Beginn wurde Jazz immer ohne Noten gespielt, und es wurde mit viel Können improvisiert. Als die Musikensembles immer grösser wurden, brauchte es aber doch Noten, damit es nicht chaotisch wurde. Es wurden dann auch oft Musikstücke arrangiert, z.B. durch George Gershwin mit seinen weltbekannten Stücken wie „Summertime“ und vielen andern („I got a Rhytm“, „Sweet Georgia Brown“ usw).

Die beiden Künstler spielten sowohl kaum bekannte als auch ausserordentlich gut bekannte „Evergreens“ wie ausser dem bereits erwähnten Stück von Gershwin z.B. „Ice scream – you scream“ von Howard Johnson, „When the Saints go marching in“, ein traditionelles Stück aus dem 19. Jahrhundert, „Amazing Grace“ von John Newton aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und viel mehr.

Als Beispiel für klassische Musik, die einem Jazzstück als Grundlage dient, seien die Variationen über den Bach-Choral „Ach, was soll ich Sünder machen“ (BWV 770) erwähnt.

Als Beispiel für ein zeitgenössisches Werk der modernen Klassik möge die „Toccata alla Rumba“ des österreichischen Komponisten und Organisten Peter Planyavsky.

Gemeinsam mit den Konzertbesucherinnen und -besuchern wurde das weltberühmte Lied „Näher, mein Gott zu Dir“ gesungen, dessen Melodie die Tanzkapelle der Titanic spielte, als es klar war, dass der Untergang des Schiffs unvermeidlich war.
Nach dem schönen Konzert wurde ein feiner Apéro serviert, im Laufe desselben sich die Konzertbesucherschaft von Magdalena Malec verabschieden konnte.

Ihr sei alles Gute für ihre Zukunft gewünscht!

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