Leserbeitrag
Meringues-Schlemmern im Emmental

Turnfahrt Männerturnverein Untersiggental

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Um das Emmental in seiner ganzen Schönheit zu erleben, braucht es erstens schönes Wetter und zweitens einen kompetenten Wanderführer.Die 25 Turner die mit der SBB nach Langnau unterwegs waren, konnten sich nicht beklagen, sie hatten beides. Hansueli Schindler, aus dem Emmental stammend, hatte eine Wanderstrecke vorbereitet, die nur wenigen bekannt war. Die Fixpunkte, die von Langnau aus angewandert wurden hiessen: Hochwacht - Scheidegg - Hüpfebode - Hegenloch - Restaurant Blapbach - Eggiwil. Der Einstieg in die hügelige Landschaft war anspruchsvoll. Da die Sonne bereits unbarmherzig brannte, war man froh den steilen Aufstieg zur Hochwacht auf 1000 M im schattigen, kühlen Wald zu meistern. Hier hatte man einen herrlichen Ausblick auf eine malerische Postkartenlandschaft. Grüne Matten, dunkle Waldstücke, dazwischen anschmiegsam die typischen Emmentaler Bauernhäuser mit ihrer farbenfrohen Blumenpracht. Bis zur Scheidegg - Mittagsrast Verpflegung aus dem Rucksack - war es nicht mehr weit. Am Waldrand sitzend mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Alpen Panorama, kramte jeder konzentriert in seinem Rucksack und liess sich das Mitgebrachte schmecken. Als zum - Tischlein deck dich - noch Wein hervorgezaubert wurde war die dies das Tüpfchen auf dem „i" Nach einer Stunde Rast ging es weiter. Der Wanderweg führte direkt durch das Hegenloch; einer der ersten Strassentunnel der Schweiz. Er wurde 1839/40 durch die Bauern der Umgebung mit ausgemustertem Berner Artilleriegeschützpulver ausgesprengt. Dass es im Emmental die besten Meringues gibt ist bekannt. Da machte das Restaurant Blapbach - das nächste Etappenziel - mit seinen riesigen Portionen auch keine Ausnahme. Selbst die aggressiven Wespen hatten ihre Freude daran. Durch einen Insidertrick wurden sie jedoch in Schach gehalten. Ausgeruht und in gelöster Stimmung ging es schliesslich nur noch abwärts nach Eggiwil. Vielleicht hätte es den Geröllhalde Weg dazu nicht gebraucht. Unten heil angekommen - schnell noch ein Bier im Bären, das Postauto sollte bald fahren. Fehlanzeige - Motorschaden! Zurück zum zweiten Bier! Eine Stunde später kam es schliesslich doch noch. Der Rest ist schnell erzählt. Ankunft in Turgi nach 20 Uhr. Nachtessen im Restaurant Diana. Eine der besten Turnfahrten ging zu Ende. (ghu)

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