Leserbeitrag
Kultur- und Heimattag der kath. Männerriege Aarau

Marcel Siegrist
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Nach einem wirklich verregneten Sommer stellten wir uns immer wieder die Frage „wie wird wohl das Wetter an unserem diesjährigen Kultur- und Heimattag vom 4. September 2014 ausfallen, und wie stark ist noch unser Glaube an Petrus?“ Aber er zeigte sich versöhnlich. Wohl war der Himmel an diesem Morgen noch nebelverhangen, als eine grosse Schar Männerriegler mit ihren Gattinnen und weiteren Gästen an der Feerstrasse den Bus bestiegen, der uns in einer abwechslungsreichen Fahrt über Land nach Schwyz brachte, wo sich uns bereits die Sonne in seiner vollen Pracht zeigte. Unser erster Besuch galt dem Ital Reding-Haus mit seinen Nebenbauten.

Die Ital Reding-Hofstatt gehört zu den wertvollsten Baugruppen des Landes Schwyz. Einmal mehr hat es unser Organisator, Arthur Niederberger, mit Hilfe seiner Frau Marianne, verstanden, uns ein abwechslungsreiches Kultur-Programm zu bieten. So wurden wir vorerst einmal unter sachkundiger Leitung durch das im Jahre 1287 erstellte und somit älteste noch erhaltene Wohnhaus der Schweiz, das Haus Bethlehem, geführt. Danach wechselten wir in das 1609 durch Ital Reding erbaute Herrenhaus. Im Erdgeschoss befindet sich der grosse Gartensaal. Die eigentlichen Prunkzimmer mit reichen Täfern und Decken in Holz befinden sich in traditioneller Art im ersten Obergeschoss. Wir durften viele interessante Informationen von der Familie Ital von Reding - später auch mal wieder ohne das „von“ erfahren, und unsere Führerin durch die Hofstatt verstand es, uns mit ihren sehr interessanten und mit Humor vorgetragenen Geschichten in den Bann zu ziehen.

Besichtigungen machen bekanntlich Hunger, und so erreichten wir nach einem kurzen Spaziergang das unter bekannter Führung von Sepp Trütsch stehendes Restaurant „Wysses Rössli“, wo wir bestens verpflegt wurden - leider ohne Dessert-Jodler.

Anschliessend brachte uns unser Bus nach Brunnen, wo wir die Zeit bis zur Abfahrt unseres Raddampfers „Stadt Luzern“ mit Flanieren entlang der farbenprächtigen Seepromenade verbrachten. Dann in Treib angekommen führte uns die Standseilbahn nach Seelisberg zu unserem letzten Highlight, der Besichtigung der Käserei Aschwanden. Vater Aschwanden verstand es, uns mit vielen interessanten Ausführungen in die Geheimnisse der Klewenalp-Käserei einzuweihen. Natürlich durfte die anschliessende Degustation des Klewenalp-Käses nicht fehlen und männiglich zog es anschliessend in den betriebseigenen, von seinem Sohn geführten Käsereiladen, in der Hoffnung, vor der Weiterfahrt noch bedient zu werden.

Leider war der Himmel bei der Abfahrt nach Aarau wolkenverhangen, was unserer guten Laune aber keineswegs Abbruch tat. Glücklich und zufrieden verabschiedeten wir uns um 19.00 Uhr in Aarau, bevor sich alle auf den Heimweg machten.

Wir durften einen in allen Teilen einen sehr aufschlussreichen, interessanten und schönen Tag erleben, und ich danke Arthur und seiner Frau Marianne für ihren Einsatz und die Organisation im Namen aller beteiligten Männerriegler und deren Gemahlinnen ganz herzlich. Danken möchten wir Arthur auch ganz besonders, dass er sich bereit erklärt hat, auch den kommenden Kultur- und Heimattag 2015 wieder zu organisieren.

Edwin Marti, Aarau