Leserbeitrag
Konzert Vokal-Duo mit Klavier und Singquadrat Oberkulm

Interessantes Konzert in der Aula der Neuen Kanti in Aarau

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen

Am 6. November 2009 ging ein interessantes Konzert über die Bühne in der Aula der Neuen Kanti Aarau. Es fügte sich zyklisch ein in die Veranstaltungen der Società Dante Alighieri, Comitato di Aarau, mit ihrem Präsidenten Giosuè Langone.

Das in drei Blöcke aufgeteilte Programm umfasste im ersten Teil Barbershop Songs, eine Spezialität des „Singquadrat Oberkulm".

Die Formation mit diesem etwas sonderbaren Namen besteht aus Hans-Georg Schulz, Tenor, Werner Lüscher, Tenor, Fritz Burkhard, Bariton, und Peter Kaspar, Bass. Es war der 42. Auftritt seit der Gründung im Jahre 2003. Barbershop Songs mit ihren engen Akkorden klingen bisweilen etwas fremd zum Ohr. Die Melodie, vielfach abgeleitet von Volksliedern, ist normalerweise dem zweiten Tenor anvertraut. Die vier gut harmonierenden Stimmen wussten mit der Interpretation dem Publikum sehr zu gefallen. Sicher haben einige Zuhörer in diesen Songs etwas Neues entdeckt.

Der mittlere Teil leitete über zum italienischen Repertoire, wie es sich im Umfeld der Società Dante Alighieri gebührt. Werner Lüscher, Tenor, und Fritz Burkhard, Bariton, am Flügel temperamentvoll begleitet von Agnese Burkhard-Cattaneo, interpretierten mit viel Können und Hingabe bekannte und weniger bekannte Romanzen wie „Serenata sincera" , „Rondine al nido" oder „Ti voglio bene assai" im Tonsatz von Gaetano Donizetti. "Love changes everything" aus dem Musical "Aspects of Love" von Andrew Lloyd Webber war sprachlich die Ausnahme. Abgerundet hat das Duo den Liederstrauss mit den Kompositionen „Jamme bbelle", „O marenariello" und „Voce 'e notte". Grosser Applaus wurde diesen Darbietungen zuteil. So auch der Zugabe „La monferrina" einem Tanzliedchen aus dem Piemont.

Im dritten Teil waren nun auch für das „Singquadrat Oberkulm" italienische Lieder an der Reihe. Es sind Bearbeitungen von Volksliedern aus Norditalien mit Akzenten im örtlichen Dialekt wie „El canto de la sposa" oder „La mia bela la mi aspeta" in der Bearbeitung von Arturo Benedetti Michelangeli, sowie „Valsugana". Ein Tessiner Lied durfte nicht fehlen „Vien sulla barchetta" war die Aufforderung an die Angebetete. Der Applaus wurde immer intensiver und führte zu Zugaben wie „Doman l'è Festa".

Zum Abschluss gab es, als kleine Überraschung, den bekannten Opernchor „Va pensiero..." aus „Nabucco" von Giuseppe Verdi, dargeboten in Kleinstformation mit dem „Singquadrat" und Agnese Burkhard-Cattaneo am Flügel. Der Klang war dank der vier kräftigen Stimmen sowohl im Piano wie auch im Forte überzeugend und mit der einfühlsamen Klavierbegleitung die Krönung eines überaus gelungenen Konzerts. Die Akteure durften grosse Zustimmung und beim anschliessenden Apéro viele Komplimente entgegennehmen. (te)

Aktuelle Nachrichten