Leserbeitrag
Jubiläumskonzert des Frauenchors Staufen

Marcel Siegrist
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Mit einem „Soirée surprise“ feierte der Frauenchor sein 50-Jahr-Jubiläum. Das Publikum kam in Scharen. Das Mehrzweckgebäude war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Dirigentin Marlène Flammer zum Konzert begrüsste. Hinter ihr standen die Sängerinnen des Frauenchores Staufen, elegant in Schwarz mit bunten Foulards.

1966 wurde der damals genannte Frauen- und Töchterchor Staufen gegründet. Esther Renold und Heidi Maurer sind seit 50 Jahren die treusten Damen des Chores!

Mit einer Auswahl von Liedern reisten sie mit dem Publikum durch die vergangenen 50 Jahre. Stellvertretend für das damalige Schweizer Liedgut erklang „Du frogsch mi wär i bi“. Die „Soirée surprise“ machte ihrem Namen alle Ehre: Nicht nur Gesangliches wurde dargeboten, dazwischen gab es auch kulinarische Überraschungen. Auf schönen Tabletts wurden Häppchen serviert und jeder durfte davon kosten. Und was würde nach dem ersten Block besser passen? Natürlich echter Schweizer Emmentaler.

Stellvertretend für die modernen Popsongs erklang das bekannte ABBA-Stück „I have a dream“. Im Anschluss daran kam das Publikum in den Genuss eines pikanten Lachshäppchens.

Marlène Flammer, welche den Chor seit 2007 leitet, „beamte“ die vergangenen 50 Jahre in Form einer kurz kommentierten Bilderprojektion an die Saalwand. Zum Bild mit den als Nonnen verkleideten Frauen ertönte ein Lied aus dem Film „Sister Act“.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Sarah Fischer. Die ehemalige Dirigentin spielte auf ihrer Gitarre und trug ein spanisches Lied vor. Danach erklang der sehr berührende Song „You raise me up“ von Rolf Loveland.

Solosingen kann auch das jüngste Mitglied des Chores, Sarah Widrig.

Neben der Gesangskunst waren die Altersspanne und die spürbare Zusammengehörigkeit der Chorfrauen sehr beeindruckend. Marlène Flammer führt den Chor mit viel Energie und Freude, man glaubt ihr aufs Wort, wenn sie den Text des Eingangsliedes wiederholt: „Singen macht Spass, singen tut gut!“.

Das anschliessende Medley mit bekannten älteren und neueren Songs schloss mit „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens. Darauf folgte ein süsses Häppchen – ein kleiner (mundgerechter) Mohrenkopf. Zum Mitsingen animiert, stimmte das Publikum im Refrain zu „L’important c’est la rose“ von Gilbert Bécaud ein. Raumfüllenden ertönte nun ein fast 200-köpfiger Chor. Es war eine Freude! Verabschiedet hat sich der Frauenchor schliesslich mit dem Liebeslied „Ever in My Heart“ – „So good bye, good bye, you ever in my heart“.

Zwei Gemeinderats-Mitglieder sassen im Publikum: Katja Früh und Otto Moser.

Mit ein paar Grussworten bedankten sie sich bei der Präsidentin Anni Mafli, die seit fast 20 Jahren dem Verein vorsteht. Sie hat sich auch in den mageren Jahren sehr engagiert. Ein Couvert mit einem „Jubiläumsbatzen“ wurde überreicht.

Dann wurde es dunkel. Der ganze Saal stimmte „Happy Birthday“ an. 50 Kerzen leuchteten um einen riesigen Geburtstagskuchen, gespendet von der Bäckerei Gradwohl. Entspanntes Geplauder und Gelächter klang zum Schluss aus dem Mehrzweckgebäude. Ein wunderbarer Abend für die Chorfrauen und das Publikum ging zu Ende.

Rutelia von Bergen Vuagneux