Leserbeitrag
Jahreskonzert der Musikschule Suhr

Orchester und Ensembles begeisterten

Marcel Siegrist
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Das 90-köpfige Orchester aus Musikschülern, Ehemaligen, Eltern und Instrumentallehrern zog mit seinen Piratenmelodien am vergangenen Sonntag das zahlreich erschienene Publikum in seinen Bann. Mit The Pirates of Penzance von A. Sullivan gelang es Christina Otto, Dirigentin, schwungvoll ins Programm einzusteigen. Die rhythmischen Sequenzen und die hymnenhaften Passagen boten den Spielern Gelegenheit, ihr ganzes Können zu zeigen. Die lange und getragene Melodie von Conquest of Paradise von Vangelis ertönte in den verschiedenen Registern, bestehend aus Blockflöten oder Blechbläsern, Fagott oder Streichern, Pianisten und Perkussionisten. Otto hatte dafür ein klanglich sehr farbiges Arrangement zusammengestellt. Dem Zauber von Fluch der Karibik von K. Badelt, der als Medley gespielt wurde, erlagen sowohl Musiker als auch Zuhörer. Ottos temperamentvolle Leitung führte das Orchester trotz der vielen Tempowechsel sicher an allen Klippen vorbei. Mit riesigem Applaus für seine grossartige Leistung belohnt ertönte es nochmals mit einer Zugabe. Einige Mitspieler erzählten in einem kurzen Interview von ihrer Begeisterung an der Orchesterarbeit. Klar, dass alle wieder mitmachen wollen, wenn das nächste mal die Möglichkeit dazu besteht. Otto möchte in zwei bis drei Jahren ein neues Projekt dieser Art des Zusammenspielens in Angriff nehmen.

Die beiden Kinderchöre der Primarschulen Dorf und Feld zusammen hatten unter der Leitung von A. Friedli zu ihren drei Wasser-Liedern eine kleine Choreographie einstudiert. Als Matrosen erlebten die Ministrings (Violinen und Celli, Leitung S. Waldner) auf hoher See ein Gewitter und mussten sogar den Talinpiraten, einem eingespielten Streichensemble, weichen. Sehr virtuos setzte das Blockflötenensemble unter R. Mössinger das Thema um und trug einen Meerjungfrauentanz vor. No Name steht in Suhr für unterhaltendes Blasmusikensemble. D. Zysset studierte dafür drei Schlagermelodien ein.

Am Schluss wurde nicht aufgeräumt sondern recycelt. Zwei Schlagzeuger betraten lautstark murrend mit grossen blauen Petcontainern die Bühne und kippten die zuvor eingeworfenen 40 Petfläschchen auf die Bühne; wunderbare „Instrumente", wie die zwanzig dazugekommenen Schlagzeuger unter der Leitung von R. Käser auf witzige Weise demonstrierten. Auch diese Nummer begeisterte die Gäste und sie verlangten unbedingt eine Zugabe.

Die verschiedenen Formen von Ensembles bilden in Suhr einen wichtigen Teil der Musikschule. Das Zusammenspiel motiviert die Kinder und Jugendlichen und lässt sie neue Klangwelten erleben. Ihre Begeisterung für Musik übertrug sich auf alle Besucherinnen und Besucher, die ihnen mit viel Beifall für das wundervolle Konzert dankten.

A. Farnhammer

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