Leserbeitrag
Ja zur öffentlichen Krankenkasse

Max Bürgis
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Die SP Limmattal lud ihre Mitglieder einen Monat vor den Eidgenössischen Abstimmungen zur Orientierung über die öffentliche Krankenkasse ein. Referent Angelo Berrile, Arzt und Kantonsrat, zeigte den Genossinnen und Genossen im gut bestzten Saal des Restaurant Corona in Schlieren auf, welche Vorteile eine einzige öffentliche Krankenkasse gegenüber den jetzt 60 Kassen haben könnte. Der Arzt konnte aus eigener Erfahrung aus seiner Zürcher Hausarztprazis einige Beispiele aufzählen, dass je nach Gebrechen die Kranken- kassen sehr unterschiedlich abrechnen würden, die administrative Arbeit der Aerzte dadurch sehr erschwere. Heute gibt es über 60 Krankenkassen, die mit der Grundversichung ein klar definiertes und indentisches Produkt anbieten. Dafür verlangen sie vollkommen unterschiedliche Preise. Unglaubliche 300'000 verschiedene Vesicherungsprodukte werden je nach alter, Gechlecht, Versicherungsmodel und Kanton verrechnet.

Für die SP ist das Solidaritätsprinzip von zentraler Bedeutung. Die Krankenkassen sollten vor allem für die Kranken da sein und darum besorgt sein, dass diese kompetent und effizient behandelt werden, Die Wettbewerbsanreize sind jedoch so gesetzt dass die Krankenkassen viel Geld (jährlich 325 Millionen Franken) in die Anwerbung von gesunden Versicherten investieren.

Bei der anschliessenden Diskussion prangerten mehrere Versammlungsteilnehmer die unnötigen Werbetelefonanrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit an.

Präsident und Kantonsrat Rolf Steiner erläuterte anschliessend noch die weiteren eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen vom 28.September.

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