Leserbeitrag
Hilfe zur Selbsthilfe für Diabetes-Betroffene in Kambodscha – die Baloise Bank SoBa hilft mit

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In Kambodscha gibt es mehr Menschen mit Diabetes als in der Schweiz und der Staat hat kein Geld für sie: die Diabetes - Behandlung muss selbst bezahlt werden. Das bedeutet: Diabetes ist ein Todesurteil für ärmere Menschen.

Aus dieser Not heraus ist die kleine kambodschanische NGO „MoPoTsyo“ entstanden: Ziel ist es, den Diabetes frühzeitig zu entdecken und Zugang zu einer Therapie zu fairen Preisen zu ermöglichen. Hierfür werden Diabetesbetroffene die interessiert sind zu medizinischem Hilfspersonal, sog. peer educator, ausgebildet. Dieser kann dann den neudiagnostizierten Patienten bezüglich der Erkrankung und der Folgen schulen, Labor- und Arztkontrollen organisieren sowie die Abgabe von Medikamenten zu fairen Preisen ohne Korruption ermöglichen. So wird Diabetes zu einer für alle tragbaren Krankheit, mit der sie leben können.

Die Organisation MoPoTsyo wird von einem holländischen Leiter und einem Team aus engagierten, gebildeten Kambodschanern geleitet. Sie erhält bis heute keine staatliche finanzielle Unterstützung und ist deshalb auf Spenden angewiesen. Ihr Ziel ist es, durch die geringen Mitglieder-Beiträge der Betroffenen und einen minimalen Gewinn aus den Medikamentenverkäufen bis in fünf Jahren finanziell unabhängig zu werden.

Hier wird mit bescheidenen Mitteln Lebensnotwendiges erreicht – diese Arbeit muss weitergehen! Diesen Eindruck bekam Frau Dr. med. Madeleine Straumann bei mehreren Besuchen in Kambodscha. Zusammen mit der Sekretärin der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft, mit Berufskollegen/innen und Diabetes-Betroffenen unserer Region wurde der „Förderverein Schweiz MoPoTsyo“ gegründet, mit dem Ziel, MoPoTsyo bekannt zu machen und Spenden für den Weg bis zur Selbständigkeit zu sammeln.

Bei der Baloise Bank SoBa stiess ihr Anliegen auf offene Ohren: am 24. September 2018 konnte der Verein einen Check von 5000 ranken entgegennehmen. Damit setzt die Baloise Bank SoBa ein Zeichen für eine offene und grosszügige Region. So macht Helfen Freude! (mgt)

Mehr Infos zur Arbeit von MoPoTsyo finden sich unter www.mopotsyo.ch

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