Leserbeitrag
Grossartige Hilfe aus Unterkulm für Peru

Grossartige Unterstützung aus Unterkulm: Für ein Projekt des Fastenopfers in Peru hat die Pfarrei 6800 Franken gesammelt.

Marcel Siegrist
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In der ökumenischen Fastenzeit vor Ostern sammeln Pfarreien und Kirchgemeinden in der Schweiz Spenden für Benachteiligte im Süden. Damit finanziert und begleitet das Fastenopfer rund 350 Projekte in 16 Ländern weltweit. Einzelne Pfarreien sammeln dabei gezielt für ein konkretes Projekt. So hat die Pfarrei Unterkulm dieses Jahr 6800 Franken gesammelt, um Menschen in Peru im Kampf gegen den Hunger zu unterstützen.

Umfassende Entwicklungsarbeit in den Armenvierteln von Lima
El Agustino ist einer der ältesten Armenviertel vor den Toren Limas. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung von El Agustino lebt unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenquote, vor allem unter den Jugendlichen, ist alarmierend. Ein weiteres Problem ist die Gewalt in den Familien, insbesondere gegen Frauen und Kinder. Seit 1978 arbeitet hier die von Jesuiten geleitete Organisation „Servicios Educativos El Agustino" SEA.
Dank SEA lernen die Menschen in den Armenvierteln, sich auf kommunaler Ebene einzubringen und entscheiden mit, wie ein Teil des lokalen Budgets verwendet wird. Sie stellen sicher, dass öffentliche Gelder für die Asphaltierung der desolaten Quartierstrassen oder soziale Projekte verwendet werden. In den letzten Jahren verbesserten 400 lokale Akteurinnen und Akteure ihre Fähigkeiten, Projektvorschläge für das öffentliche Budget einzubringen.
SEA hat Hunderten von Jugendlichen mittels Berufsausbildung und Begleitung den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert. Sie sensibilisiert die Bevölkerung in Fragen des Umweltschutzes und berät die Kleinbetriebe bei der Suche von neuen Absatzmärkten. Zudem entwickelt die Organisation zusammen mit der Bevölkerung neue Produktions- und Vermarktungsketten und fördert den Aufbau von selbst verwalteten Spar- und Kreditkassen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Ausbildung von Führungskräften.
Inzwischen hat SEA die Arbeit auf weitere Armenviertel ausgedehnt. Indirekt profitieren 20'000 Menschen von diesem Projekt.

„Würdiges Leben ermöglichen"
Dieses Projekt zeigt eindrücklich die Arbeitsweise des Fastenopfers: Die Menschen sollen ihre Situation selber verbessern, ohne dabei in neue Abhängigkeiten zu verfallen. Antonio Hautle, Direktor des Fastenopfers, ist beeindruckt von der grossen Solidarität in der Schweiz mit benachteiligten Menschen im Süden: „Dank der Treue unserer Pfarreien sowie Spenderinnen und Spendern kann Fastenopfer mit seinen Partnern vielen Menschen ein würdiges Leben ermöglichen. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Überwindung der Armut."
Unterstützen auch Sie die Arbeit von Fastenopfer mit einer Spende auf PC 60-19191-7.
Weitere Informationen: www.fastenopfer.ch.

Bild: Hoffnung dank dem Fastenopfer-Projekt: Häusermeer in Limas Armenviertel El Agustino.

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