Leserbeitrag
Gedanken zur Fusion „Zukunft mittleres Fricktal“

Rudolf Müller
Drucken
Teilen

Mit vielen Infos und Leserbriefen wurden wir EinwohnerInnen in den letzten Tagen „eingedeckt“. Fusionen von Gemeinden wecken verständlicherweise viele Emotionen. Die ältere Generation scheut sich vor Veränderungen und die kommende Generation muss sich den neuen Herausforderungen stellen. Was hat sich doch für uns älteren in den letzten 50 Jahren alles verändert? In der Neuen Fricktaler Zeitung schreibt der ehemalige Gemeindeammann von Obermumpf „wir wollen klein, fein usw.“ bleiben. Nur eine Bemerkung: Wir haben vor 10 Jahren in Mumpf ein Oberstufenschulhaus für über 16 Mio. gebaut. Platz für 180 Schüler – heute werden rund 90 Schüler unterrichtet!

Behörden:

Innerhalb einer Woche konnte man aus der Presse erfahren: Gemeindeammann aus Zeihen nach

2 Jahren Amtszeit, Gemeindeammann aus Leibstadt und ein Gemeinderat aus Wölflingswil haben auf Ende Jahr den Rücktritt erklärt. Grund ist immer der gleiche – Zeitaufwand unterschätzt, das Amt kann neben dem Job und Familie nicht mehr ausgeübt werden. Die Belastung ist auch in einer kleinen Gemeinde zu gross. Mit einer starken Verwaltung findet man in einer grösseren Gemeinde, mit entsprechenden Stellenprozenten, fähige Behördenmitglieder.

Schule:

Die Gegner zitieren immer wieder die Schliessung der Schule Etzgen im Mettauertal. Hat sich auch schon jemand überlegt ob die Schule Etzgen ohne Fusion überlebt hätte? Ob eine Schule überlebt wird von den Schülerzahlen bestimmt und die werden von der Regierung vor gegeben. Das wichtigste einer Schule ist nicht der Standort sondern die Qualität der Ausbildung.

Steuerfuss:

Auch da wird von den Gegnern immer wieder behauptet der Steuerfuss von 98% sei eine Illusion. Argument die niemand belegen kann und was in 5 Jahren ist kann heute niemand voraus sehen. Eine Frage sei hier erlaubt, welche Steuersätze haben wir in 5 Jahren ohne Fusion? Diese Frage gilt für alle Gemeinden? Die Fusionen vom Mettauertal (Steuerfuss nach 5 Jahren Stabil und Abbau von Schulden) Villigen – Stilli (nach 12 Jahren gesunken) beweisen das Gegenteil.

Mobilität:

Durch eine Fusion kann sich die Mobilität nur verbessern. Die Chance, die Postautokurse aus allen Ortsteilen nach Stein zu erweitern, steigt (Anschluss an Schnellzüge, Arbeitsort Industrie Stein) und somit auch die Attraktivität der Ortsteile. Die Gegner erwähnen auch immer wieder, dass die Gemeindeverwaltung nicht mehr im Dorf ist. Hand aufs Herz – die Verwaltung besuchen sie pro Jahr sehr selten, Arzt, Zahnarzt, Apotheke, Bank usw. vermutlich mehrmals pro Monat. Auch das ist kein Grund die Fusion ab zu lehnen.

Geschätzte StimmbürgerInnen helfen sie mit, die kommenden Aufgaben gemeinsam mit Zuversicht zu gestalten. Packen wir’s an mit einem deutlichen JA.

Ruedi Müller 45 Schupfart

Aktuelle Nachrichten