Leserbeitrag
Fricktaler Wallfahrt nach Mariastein

Marcel Siegrist
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Die Fricktaler Wallfahrt findet ihre historischen Wurzeln in der Zeit vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges als unzählige Schweizer Bürger aus Angst, Unsicherheit und Entsetzen die Fürbitte des seligen Nikolaus von Flüe anriefen, damit dem Land der Frieden erhalten bleibe. Als sichtbares Zeichen der Verehrung des Niklaus von Flüe pilgerten auch die Fricktaler jährlich zu seinem Grab nach Sachseln. Für viele Gläubige waren Wallfahrten, auch an andere Orte, schon immer zur beliebten Tradition geworden.

Ein Teilnehmer aus Zeihen erzählte beispielsweise strahlend, wie gern er sich an die Zeit erinnert, als er voller Stolz mit seinem Grossvater an der Wallfahrt teilnahm. Mittlerweile sei er selber schon Grossvater und freue sich jedes Mal wieder von Neuem auf diesen besonderen Tag. Gott danken und für die Familie zu beten war ein weiterer Beweggrund, der genannt wurde.

Den vergangenen Sonntag verbrachten die Gläubigen in gemeinsamem Gebet und Besinnen zum Thema „Gott ist meine Fels Grund und Boden –Abgrund und Leere“. Der Tag bot die Gelegenheit und Musse, sich mit der Frage auseinanderzusetzen „Wie kommt der Glaube auf sicheren Grund? Wo findet der Glaube tragfähigen Boden?“ Erste Etappe war der Dom in Arlesheim, wo die Fricktaler Wallfahrer in den Genuss einer Führung und wunderschönen Orgelklängen kamen und eine erste Kurzandacht stattfand.

In seiner bewegenden Predigt am Zielort schlug Martin Linzmeier, der Gemeindeleiter aus Gipf-Oberfrick die Parallele von dem festen Fundament, auf welchem das Kloster Mariastein gebaut sei, zum Thema der Wallfahrt. Mit viel Einfühlungsvermögen riet er den die Kirche bis auf den letzten Platz füllenden Gläubigen bei Momenten des Glücks oder besonders wertvollen Begegnungen symbolische Holzpflöcke zu bündeln, um ein Fundament fürs Leben zu bilden. Die Fürbitten stammten allesamt von den Wallfahrern selber und nach dem vom Kirchenchor aus Gipf-Oberfrick wunderbar begleiteten Gottesdienst wurde gemeinsam zu Mittag gegessen.

Das Nachmittagsprogramm bestand aus einem Impulsvortrag von Fricks Pastoralassisten Uli Feger und wer wollte konnte sich zusammen mit Martin Linzmeier zur St. Anna-Kapelle begeben oder an Pfarrer Thomas Sidlers Impuls zu den 7 Leiden/Freuden Marias und den 7 Gaben des Heiligen Geistes teilnehmen. Nach der Vesper kehrten die Pilger zufrieden zurück ins Fricktal.

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