Leserbeitrag
Ein Hauch von Armenien in Merenschwand

Daniela Wigger-Züger
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Wenn wir in fremden Ländern genüsslich unsere wohlverdienten Ferien verbringen, wenn uns die Abenteuerlust packt und wir dieser in der Ferne frönen, oder wenn wir antiken Schätzen in fremden Kulturen auf der Spur sind, bringt dies nicht nur die ersehnte Erholung oder Abwechslung vom ach so grauen (Arbeits-)Alltag. Wir erweitern gleichzeitig unseren Horizont, lernen Neues kennen und freuen uns ob all der Vielfalt, die uns Mutter Erde bietet. Wir konzentrieren uns dabei – wer könnte es uns verdenken - auf Orte, die uns in pfiffigen Werbeprospekten, einladenden Schaufenstern von innovativen Reisebüros oder auf animierten Seiten im Internet grüssen.

Hand auf’s Herz: wenige von uns verspüren dabei den Drang, die oftmals tristen Lebensbedingungen der breiten Bevölkerungsschicht fernab von luxuriösen Feriendestinationen im Ausland kennen zu lernen. Die Spatzen brauchen es nicht einmal von den Dächern zu pfeifen. Es ist wohlbekannt, dass es wenige Länder mit unserer geliebten Heimat aufnehmen können, wenn es um die materiellen Annehmlichkeiten des Lebens geht. Ebenso sind wir uns bewusst, dass nicht Wenige in den von uns so gerne bereisten Ländern Tag für Tag mit dem Allernötigsten über die Runden kommen müssen. Und diese Runden dauern nicht – wie in einem Boxkampf - 3 Minuten, sondern oftmals lebenslänglich!

Armenien ist auch so ein Land, wo es einem Grossteil der Bevölkerung an den wichtigsten Dingen im Leben fehlt. Ich spreche hier aus Erfahrung. Ich war dort. Ich habe es gesehen. Diese Erfahrung wurde mir zuteil dank einer rüstigen Schweizer Dame, die in Armenien Hilfe leistet. Lucianne Stump heisst sie. Sie engagiert sich seit fast bald 10 Jahren für die Armen in Armenien. In dieser Zeit hat sie (Musik-)Schulen aufgebaut, Wohnungen renoviert, Lehrstellen geschaffen und so weiter. Sie zieht durch die Schweiz und berichtet von ihren Erfahrungen und ihren Hilfsaktionen. Dank den vielen Spenden konnten schon vielen Bedürftigen geholfen werden.

Ich freue mich, Lucianne Stump am 16. und 17. März 2013 im Namen des Pfarreirates Merenschwand in der Pfarreikirche Merenschwand begrüssen zu dürfen. Sie wird jeweils in der Heiligen Messe kurz über ihre Hilfsprojekte berichten. Um einen noch breiteren Kreis ansprechen zu können, wird sie „am glyche Tisch“, vom Kirchenchor organsiert, der am 17. März in der Mehrzweckhalle Merenschwand stattfindet, einen Vortrag halten.

Am 20. März 2013 um 19:30 Uhr werden meine zwei Schulfreunde und ich, die im Rahmen unserer Maturaarbeit nach Armenien gereist sind und eine Bewertung der Hilfsaktionen von Lucianne Stump vorgenommen haben, über unsere ebenso eindrücklichen wie bedrückenden Erfahrungen berichten. Lucianne Stump wird ebenfalls anwesend sein und steht Interessierten gerne Red und Antwort. Im Anschluss werden Kuchen & Café serviert.

Lassen Sie sich begeistern vom Tatendrang dieser noch nicht alten aber goldigen Frau und kommen Sie vorbei. Wir würden uns alle sehr freuen!

Matthias Müller

Oberministrant Pfarrei Merenschwand

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