Leserbeitrag
«Die Sterne sind zum Greifen nah»

Stephan Kaisser
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leon Freund Leon hadert mit dem Schicksal
Freunde Freunde besuchen Zoe im Spital
Dancing Queen Schlusschoreografie zu Dancing Queen
Schlussapplaus Die acht Schauspieler/innen freuen sich über den Schlussapplaus

Vom 17. bis zum 19.1.20 fanden in der Aula der Kantonsschule Solothurn und in der Mehrzweckhalle Schnottwil drei Aufführungen des Stückes «Die Sterne sind zum Greifen nah» statt. Was im Rahmen einer Abschlussarbeit der Fachmittelschule (FMS) Solothurn ihren Anfang nahm, löste bei über 500 Zuschauern grosse Begeisterung aus.

In Schnottwil bedankte sich das zu Tränen gerührte Publikum mit minutenlangen stehenden Ovationen. Aïna Joy Probst aus Schnottwil hat im Rahmen ihrer FMS Abschlussarbeit das Stück geschrieben, Schauspieler/innen und Crew rekrutiert und die Verantwortung für die Produktion übernommen. In «Die Sterne sind zum Greifen nah» schreitet die 16-jährige Zoe Sommer (gespielt von Yaël Probst) mit Mut und Klarheit dem Lebensende entgegen. Sie hat sich entschieden sich weiteren Therapien gegen eine erneut auftretende terminale Krankheit zu entziehen.

Die junge Autorin Aïna Joy Probst zeichnet in dieser Ausnahmesituation das Umfeld der Erkrankten und entwirft Charaktere, welche ganz unterschiedlich mit der Krankheit umgehen. So kommt es zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung über Selbstbestimmung, Verantwortung und Tod. Besonders ergreifend wirkt die Szene mit Chris (dargestellt von Patrick Nyffenegger), welcher der sterbenden Zoe seine Liebe mit einem Lied erklärt, anrührend aber auch wenn andere Freunde und Freundinnen (gespielt von Oliver Werlen und Minoah Akpalsa) den Sterbeprozess begleiten.

Die Begeisterung des Publikums und der Erfolg ihres Stückes spornt Aina an, sich auch weiterhin als Autorin/Regisseurin zu betätigen.