Leserbeitrag
Der Rotary Club Laufenburg-Fricktal feiert Geburtstag

Marcel Siegrist
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Claus Pfisterer

Rotary ist eine weltweite Vereinigung führender Berufsleute, die in lokalen Clubs organsiert sind und sich für hohe ethische Normen im Beruf sowie Privatleben einsetzen und mit verschiedenen Projekten humanitäre Hilfe ins Zentrum ihrer Tätigkeit stellen. Einer dieser Clubs ist der Rotary-Club Laufenburg-Fricktal, der am 20. Dezember 2014 sein 25 jähriges Bestehen feierte. Als Jubiläumsgeschenk hat der Verein der Stiftung Swisscor 25‘000 Franken übergeben. Alt-Bundesrat Adolf Ogi hat den Check im Namen der Stiftung in Rheinfelden entgegengenommen.

In Mumpf auf der Schönegg ist 1989 ein neuer Rotary Club für das Fricktal entstanden. Im Fricktal fanden sich bereits früh Persönlichkeiten, die die internationale rotarische Idee unterstützen. Der Rotary Club Rheinfelden wurde 1954 gegründet. 35 Jahre später war es aufgrund der stetig wachsenden Zahl der Mitglieder Zeit für einen weiteren Verein - den Rotary Club Laufenburg-Fricktal, der aus Mitgliedern des Clubs Rheinfelden entstanden ist. Aus den damals 27 Gründungsmitgliedern ist bis heute ein Club mit 52 aktiven Mitgliedern herangewachsen. Zum Zeitpunkt der Clubgründung ist die Rotary-Mitgliedschaft weltweit ausschliesslich Männern vorbehalten. Als diese Regelung nach einem amerikanischen Gerichtsurteil aufgehoben wurde, ist der Rotary Club Laufenburg-Fricktal schweizweit einer der ersten Clubs, der Frauen ermöglicht dem Verein beizutreten.

Zu den zahlreichen Aktivitäten des aktiven Clublebens gehört ein wöchentliches gemeinsames Mittagessen in Rheinfelden resp. Frick, gemeinsame Familienanlässe, Reisen und aktive Arbeiten für Projekte unter dem Begriff „Gemeindienst“. Gemeindienst – in 25 Jahren über 300‘000 Franken zusammengetragen Unter dem Stichwort Gemeindienst werden die Beiträge und Massnahmen der Rotarierinnen und Rotarier gebündelt, die der Öffentlichkeit dienen. Dazu gehört die Unterstützung von benachteiligten Personen in unserer Gesellschaft sowie Projekte zur
Verbesserung der Rahmenbedingungen von Menschen in schwierigen Situationen. Dabei geht es nicht immer nur um die reine finanzielle Unterstützung sondern auch um den persönlichen Einsatz der einzelnen Rotarierinnen und Rotarier in Form von aktivem Helfen mit Arbeitseinsätzen vor Ort. So wurde beispielsweise verschiedenen Bauernfamilien in Randgebieten in der Schweiz mit Arbeitseinsätzen geholfen ihre Lebensgrundlage zu verbessern, es wurden Naturreservate erstellt, saniert oder ergänzt.

Das intensivste Projekt des Clubs war der Bau einer Bäckerei in der Ukraine. Zusammen mit dem Hilfswerk „Licht im Osten“ wurde 2003 eine alte Armeebäckerei in Dubowoje installiert. Die Bäckerei hat mitgeholfen, die Stadt mit 16‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu ernähren. „Mit solchen Projekte aber auch mit den unzähligen kleineren Initiativen wollen wir einen aktiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, menschliche Tragödien lindern und uns beherzt für andere Menschen einsetzen“, betont der derzeitige Präsident des Vereins, Viktor Hottinger. In 25 Jahren konnten ein Duzend Projekte mit insgesamt 311‘500 Franken unterstützt werden. Jährlich wird mindestens ein Arbeitseinsatz von einem oder mehreren Tagen geleistet.

Jugend-Austausch und Berufsdienst
Der Jugend-Austausch von Rotary basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit: Ein Jugendlicher aus der Rotary-Gemeinschaft verlässt die Schweiz für ein Jahr, ein/e Schüler/in aus den Ausland kommt zeitgleich für ein Jahr in die Schweiz. Die Jugendlichen besuchen die öffentliche Schule und wohnen während der Aufenthaltsdauer bei zwei bis vier Gastfamilien. Der Rotary Club Laufenburg-Fricktal hat in den vergangenen 25 Jahren elf Jugendlichen aus USA, Brasilien, Australien und Kanada die Möglichkeit geboten, für ein Jahr in die Schweiz zu kommen. Auch der Berufsdienst setzt sich vorwiegend für Jugendliche ein. Einerseits wurden Praktikumsplätze für arbeitslose Lehrabgänger vermittelt, Berufspraktika und Schnuppertage in Organisationen durchgeführt. Die Fricktaler Rotarierinnen und Rotarier haben in den vergangenen 25 Jahren nicht nur die Freundschaft untereinander gepflegt, sondern vor allem dafür gesorgt, dass der humanitäre Gedanke im Fricktal aktiv gelebt wird.

Viktor Hottinger

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