Leserbeitrag
Das Leben gefeiert mit Weihbischof Denis Theurillat

Daniela Deck
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Der Kirchenbau St. Johannes Denkmalpfleger Reto Nussbaumer erklärt, wie der markante Sichtbetonbau Mitte der Sechzigerjahre realisiert wurde. Foto: Andrea Ming Heinzer, Fotografin

Der Kirchenbau St. Johannes Denkmalpfleger Reto Nussbaumer erklärt, wie der markante Sichtbetonbau Mitte der Sechzigerjahre realisiert wurde. Foto: Andrea Ming Heinzer, Fotografin

Erst die Vernissage der Festschrift mit Denkmalpfleger Reto Nussbaumer und 100 Gästen, zwei Tage später der Festakt mit Weihbischof Denis Theurillat und rund 300 Gottesdienstbesuchern: Die Kath. Pfarrei Buchs-Rohr feierte am ersten Septemberwochenende 2017 ihren 50. Geburtstag und bot für jeden Geschmack etwas.
„Daran hätte die Suva heute keine Freude“, kommentierte Reto Nussbaumer ein Bild von einem Maurer, der seinen Kollegen strahlend eine Batterie von Bierflaschen auf die Baustelle bringt. Alkohol war auf Baustellen, kirchlichen wie allen anderen, einst ebenso Alltag wie die Arbeit auf ungesicherten Baugerüsten in Schwindel erregender Höhe. In seiner kurzweiligen Tour d’Horizon durch europäische Betonkirchen zeigte der Aargauer Denkmalpfleger am Freitagabend, woher die Inspiration für die Architektur der Kirche St. Johannes in Buchs gekommen war.

"Freude herrscht." Gemeindeleiter Marco Heinzer drückte mit Adolf Ogis Bonmot aus den Neunzigerjahren die Freude der Organisatoren am gelungenen Jubiläumsjahr aus. Letzten Dezember hatte dieses mit dem Konzert des Spiels der Aargauer Kantonspolizei seinen Anfang genommen. Fünf weitere Anlässe für Gross und Klein haben seither stattgefunden. Nun war mit dem Festwochenende der Schluss- und zugleich Höhepunkt der Feiern gekommen.
Für das Leben danken
Die Mauern lassen sich nicht vom Leben trennen, das zwischen ihnen stattfindet. Das führte Denis Theurillat den rund 300 Gottesdienstbesuchern am Sonntag vor Augen: „Beton ist ein Zeichen unserer Zeit. Das Leben in der Kirche zeigt uns Gott, der mit uns auf dem Weg ist“, sagte der Weihbischof in Anlehnung an den Jubiläumsslogan der Pfarrei Buchs-Rohr „Kirche und Beton. Wir feiern 50 Jahre unterwegs“. Theurillat dankte den Erbauern der heute denkmalgeschützten Kirche, dem Seelsorgeteam der Pfarrei und dem Pastoralraum Region Aarau für ihr Engagement sowie den anderen Konfessionen und Religionen für das gute Miteinander.
Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Musikerin Illa Küllig und ergänzt durch die Sopranistin Johanna Schutzbach. Zusammen mit einem Streichquartett und je zwei Trompeten und Oboen bot der Chor konzertreife Einlagen aus der Bachkantate „Ihr Tore zu Zion“.
Grussworte von der politischen Gemeinde Buchs
Beim Pfarreifest mit Mittagessen begrüsste Ortskirchenpflegepräsident Andreas Pechlaner eine Reihe von Ehrengästen: Marcel Notter, den Generalsekretär der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau, diverse Vertreter der Kreiskirchenpflege, Roland Bialek und Erika Voigtländer von der reformierten Kirche sowie Gemeindeammann Urs Affolter und Gemeinderat Walter Wyler der politischen Gemeinde Buchs.
Urs Affolter hob in seiner Grussbotschaft die Bedeutung der Kirche St. Johannes für Buchs hervor, sowohl als architektonisches Wahrzeichen als auch in kultureller Hinsicht «für kleinere und grössere Events. Ich freue mich über die gelungene Sanierung», sagte Affolter. Walter Wyler äusserte sich dankbar darüber, dass «der markante Kirchenkörper mit Leben gefüllt wird» wie das Pfarreifest zum 50. Geburtstag dies schön zeige. Zudem verriet er, dass er 1976 in der Kirche St. Johannes geheiratet habe und sich deshalb damit verbunden fühle.

Weitere Fotos sowie ein Video (7:44 min) zum Fest finden Sie im Internet: www.pastoralraum-aarau.ch