Leserbeitrag
CVP Aargau in südlichen Gefilden

Marcel Siegrist
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Zum 10. Mail hat alt Grossrat Dr. Andreas Brunner aus Oberentfelden für reisefreudige CVP-Mitglieder eine Reise vorbildlich organisiert. Diesmal führte diese, wiederum mit einem Car von Twerenbold, chauffiert von Peter Popp, nach Bologna, Modena, Parma, Ferrara und Ravenna. Wie immer waren die 5 Tage (vom 29.5.-2.6.) für die 50 Teilnehmenden aus allen Teilen des Kantons Aargaus ein kultureller und auch ein kulinarischer Hochgenuss zu „bella Italia“. Nachdem man auf der Hinreise in Rivera/TI noch die zugeschneite Alpe Foppa (1500 m.ü.M.) mit der Kapelle Santa Maria degli Angeli von Mario Botta besucht hatte, um für besseres Wetter zu beten, ging es dann wirklich in wärmere Gefilde mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad. Nach einer Mittagsrast am Iseosee führte die Fahrt nach Bologna, der ältesten Universitätsstadt Europas (Universität 1088 gegründet). Am 2 Tag gab es ein ganz seltenes Highlight. Unserem Reiseleiter, Dr. Andreas Brunner, gelang es, dass wir in Maranello bei Modena die Ferrari-Werke besuchen konnten. Viele bekamen da glänzende Augen, wenn sie beobachten konnten, wie die neuesten, schönsten und teuersten Modelle die Produktionsstrasse durchliefen. Natürlich gehörte dazu auch das Mittagessen im Ristorante „Cavallino“, dem „Pferdchen“ der Ferrari-Werke. Am Nachmittag stand in der Nähe von Modena die Besichtigung der Azienda Agricola „Villa di Corlo“ auf dem Programm. Hier konnte man den ältesten und teuersten Aceto Balsamico Traditionale di Modena sowie feinsten Lambrusco (typischer Wein dieser Region), serviert mit feinstem Parma Schinken kosten. Der 3. Tag war der Modehauptstadt Modena gewidmet, eine sehr schöne Stadt zum Flanieren, Bummeln und Einkaufen! Höhepunkt der Reise war sicher die Besichtigung der alten byzantinischen Glasmosaiken in Ravenna, der späten Hauptstadt des alten Römischen Reiches. Aus dieser Zeit des Umbruchs von der Antike zum Mittelalter findet man in Ravenna heute noch zahlreiche bedeutende Bauwerke, die oft noch den originalen Mosaikenschmuck des 5. bis 7. Jahrhunderts zeigen und die inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Sie sind vor allem deshalb einzigartig, weil im Kerngebiet des Oströmischen Reiches fast alle derartigen Mosaiken später dem Bilderstreit zum Opfer fielen. In Ravenna erwiesen wir auch dem grossen italienischen Dichter Dante Alighieri (13. Jahrhundert) bei seinem Grabmahl unsere Referenz. Anschliessend gab es eine geführte Exkursion mit dem Schiff zum Podelta, das seit 1988 ein einmaliges Naturschutzgebiet ist. Der letzte Reisetag führte nach Roncole Verdi (nähe von Busseto), dem Geburtsort von Guiseppe Verdi, wo wir während des Mittagessens in der „Antica Corte di Pallavicini“ Arien aus den berühmtesten Opern von Verdi zu hören bekamen. Im Anschluss daran war es uns vergönnt, die Kellergewölbe der Parma Schinken zu bestaunen. Darin hingen 6000 (!) Schinken, die alle luftgetrocknet auf genussfreudige Konsumenten warten! Die CVP-Reisegruppe kehrte schliesslich mit vielen reichen Erfahrungen und vielen humorvoll geführten Politgesprächen in die Schweiz zurück.

Dr. Josef Kunz, Villmergen