Leserbeitrag
Belliker waren auf Seniorenausflug

Schiff ahoi und volle Kraft voraus zur St. Petersinsel.

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Obwohl die Reise zur St. Petersinsel ging, machte Petrus bei der Abreise kein besonders freundliches Gesicht und vergoss in der Gegend von Biel bittere Tränen. Trotz den schlimmsten Befürchtungen blieb es aber dann tagsüber trocken. Weshalb einmal mehr bewiesen ist, dass "wenn Engel reisen, der Himmel lacht" oder zumindest freundlich zwinkert.

Die Reise führte die rund 70 Seniorinnen und Senioren - begleitet von Gemeinderat und zwei Spitex-Mitarbeiterinnen - von Bellikon nach Biel. Dort bestiegen wir das Schiff in Richtung St. Petersinsel. Bei angeregter Stimmung genossen wir die Überfahrt, wohl versorgt mit einem Apéro. Ein kurzer Fussmarsch führte uns zum einstigen Kloster, das um 1127 errichtet wurde und der Abtei von Cluny im Burgund angehörte. In der wunderbaren Ambiance des vormaligen Klosterkellers im Restaurant des Hotels St. Petersinsel genossen wir das Mittagessen und den Inselwein.

Rundum zufrieden bestiegen wir alsbald das Schiff in Richtung Erlach. Eine kleine Schrecksekunde erlebten wir auf dem Schiff, als wir feststellten, dass uns zwei Mitreisende abhanden gekommen waren. Nachdem wir ein Notfallszenario ausgearbeitet hatten, um die Verlorengegangenen aufzuspüren, erwarteten uns diese bereits - oh Wunder - an der Schiffstation in Erlach und winkten uns fröhlich zu. Welche Erleichterung beiderseits! So war auch dafür gesorgt, dass "wer eine Reise tut, auch etwas zu erzählen hat."

In Erlach bestiegen wir unsere Reisecars der Firma Brumann, die uns alle wohlbehalten nach Bellikon zurück brachten. Zu einem Schlusstrunk kehrten wir im Restaurant Eintracht ein und blickten auf den erlebnisreichen Tag zurück.

Und wie sagte doch der Philosoph Jean-Jacques Rousseau treffend, der anno 1765 zwei Monate auf der St. Petersinsel lebte: "An manch einem reizenden Orte habe ich verweilt; nirgends aber fühlte ich mich so wahrhaft glücklich wie auf der St. Petersinsel inmitten des Bielersees, und an keinen Aufenthalt denke ich mit solch süsser Wehmut zurück".

So bleibt uns neben vielen schönen Erinnerungen die Vorfreude auf den nächsten Seniorenausflug, bei welchem hoffentlich viele Seniorinnen und Senioren wieder mit dabei sind.

Margreth Cueni, Gemeinderätin

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