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57 Kunstschaffende kommen 2015 nach Attiswil

Peter Schaad
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1.JPG Reger Gedankenaustausch zwischen Veranstaltern und Kunstschaffenden in der Alten Mühle.
3.JPG Museumspräsidentin Nicole Rebholz Ingold (l.) im Gespräch mit Ursula Steiner, Künstlerin aus Flumenthal und Aktivmitglied des Museums.
2.JPG Josef Schacher alias Joschi, künstlerischer Leiter der Attiswiler Ausstellungswege.
Kunstfluss 2.JPG Das Museum steht direkt am Attiswiler Dorfbach.

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Der nächste Kunstweg am Jurasüdfuss nimmt Gestalt an: Am „KUNSTfluss“ im bernischen Attiswil beteiligen sich 57 Künstlerinnen und Künstlern. Die meisten von ihnen stammen aus den Kantonen Solothurn und Bern. Im Rahmen einer Kontaktveranstaltung in der Schüür des Kleintheaters Alte Mühle erhielten sie erste Informationen zu den Standorten ihrer Objekte.

Kunst sei einem steten Wandel ausgesetzt, sagte Nicole Rebholz Ingold, Präsidentin des organisierenden Vereins Museum Attiswil. Alles sei immer im Fluss. Deshalb laute das Ausstellungsthema im nächsten Jahr „KUNSTfluss“.Bei Kürbissuppe, Brot und einem Glas Wein kam es zu einem rege genutzten Gedankenaustausch zwischen Kunstschaffenden und Organisatoren.Wie der künstlerische Leiter der Attiswiler Kunstwege, der in Oberrüttenen SO lebende Alteisenplastiker Josef Schacher (Künstlername Joschi) ausführte, werden 50 Kunstschaffende ihre Objekte im Freien zeigen. Sieben Kunstwerke, die nicht „allwettertauglich“ sind, können im Museum betrachtet werden. Die Liste aller ausstellenden Künstler ist unter www.museum-attiswil.ch/fileadmin/user_upload/Kunstschaffende_Kunstfluss.pdf ersichtlich.

KUNSTfluss beginnt in einem verwunschenen Garten am Dorfbach und führt entlang des Bachs zum Museum. Viele Werke werden direkt am, über oder sogar im Wasser platziert. Der Weg führt hinunter ins Feld und alsdann an der Kirche sowie am Atelier von Schang Hutter zurück zum Museum. Der in Derendingen wohnhafte Hutter, dessen Lebenswerk aus Anlass seines 80. Geburtstags noch bis am 10. November im Alten Tramdepot in Bern zu sehen ist, hat in Attiswil vor rund drei Jahren die alte Lampenfabrik gekauft und wird 2015 im Rahmen von KUNSTfluss einige seiner Objekte im Freien aufstellen.

Nach „Kulturundum“ (2011) und „tierisch GUT“ (2013) ist der neue Kunstweg bereits die dritte Freiluftveranstaltung in Attiswil innert kurzer Zeit. Der Zweijahres-Rhythmus ist nur möglich dank der freiwilligen Mitarbeit der gegenwärtig 20 sogenannten „Aktivmitglieder“ des Vereins. Da viele von ihnen im Berufsleben stehen, treffen sie sich regelmässig Dienstagabends zu Sitzungen und Vorbereitungsarbeiten. Gemeinsam wird denn auch – wie bereits in den Vorjahren – ein attraktives Werbeobjekt geschaffen. Unter Anleitung des Derendinger Kunststoffexperten und Attiswiler Vereinsmitglieds Peter Probst werden grosse Faltschiffe gebaut, mit Polyester wind- und wasserfest gemacht und auf Stangen befestigt. Wo 2013 entlang der Umfahrungsstrasse die Sau namens Blaue Rosa aufgestellt war, sollen nächstes Jahr die sich im Wind drehenden Schiffe auf Kunstfluss aufmerksam machen.

2014 noch zwei Veranstaltungen

Bereits vom 14. bis 16. November dieses Jahres wird im Museum nochmals Grossbetrieb herrschen: Zum dritten Mal findet im Parterre und im ersten Stock der Attiswiler Koffermarkt statt. 19 Aussteller bieten unter dem Titel „Handgemachtes aus dem Koffer“ unzählige Unikate an, die u.a. ideal als Weihnachtsgeschenke verwendet werden können. Ausführliche Informationen unter http://handgemachtesausdemkoffer.blogspot.ch/

Am 5. Dezember um 18 Uhr findet sodann die Vernissage zur Ausstellung „Ballenberg, Licht und Schatten“ statt. Urs Zimmermann präsentiert monochrome Fotografien - analog zur Ausstellung im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg. Zimmermann, ursprünglich aus Grenchen, fotografiert und malt seit seinem 16. Lebensjahr. Seine erste Ausstellung war 1974 bei Herzog in Büren a.A. Seither realisierte er viele Ausstellungen und war Bühnenmeister am Parktheater in Grenchen. Von 1985 bis 2005 lebte er in Andalusien und wurde 2010 Ehrenbürger des spanischen Dorfes Lucainena de las Torres. Heute lebt und arbeitet er in Schwanden bei Brienz.

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