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Unispital Zürich plant grosse Studie: Können Blutverdünner bei Coronapatienten Leben retten?

Die Behandlung von ambulanten Corona-Patienten mit Blutverdünnern könnte laut einer Studie des Universitätsspitals Zürich Leben retten.

Die Behandlung von ambulanten Corona-Patienten mit Blutverdünnern könnte laut einer Studie des Universitätsspitals Zürich Leben retten.

Der gezielte Einsatz von Blutverdünnern könnte bei der Bekämpfung von Covid-19 eine wichtige Rolle spielen. Eine Studie des Universitätsspital Zürich soll nun Klarheit schaffen.

(agl) Eine Studie des Zürcher Universitätsspitals (USZ) in einer Mailänder Universitätsklinik habe gezeigt, dass bei vielen Covid-19-Patienten Lungenembolien auftreten, schreibt das USZ am Donnerstag in einer Mitteilung. Bei einem Fünftel der 338 untersuchten Patienten traten Blutgerinnsel auf, die häufigste Form war dabei eine Lungenembolie.

Es sei mit einer deutlich höheren Zahl von Patienten zu rechnen, die eine Lungenembolie erleiden, viele davon in häuslicher Quarantäne, wo sie besonders verheerend sein könne. «Mit einer gezielten Blutverdünnung könnten wir deshalb möglicherweise viele Todesfälle verhindern», erklärte Nils Kucher, Direktor der Klinik für Angiologie, laut Mitteilung. Er vermutet, dass bis zu 70 Prozent der Corona-Todesfälle zu Hause oder in Alters- und Pflegeheimen aufgetreten sind.

Inwiefern Thrombose-Prophylaxe Komplikationen bei Covid-19-Patienten verhindern könne, soll ab Ende April in einer gross angelegten Studie untersucht werden. Vorerst muss sie jedoch noch von der Zürcher Ethik-Kommission geprüft werden.

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