Sternschnuppen
Ein Spektakel am Nachthimmel: Die feurigen Tränen von Laurentius – jetzt ist die beste Gelegenheit für geheime Wünsche

Mit unfassbarer Geschwindigkeit werden in der Nacht auf Freitag Hunderte von Sternschnuppen Richtung Erde fallen. Leuchtende Trümmer eines Kometen.

Bruno Knellwolf
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Ein Perseidenregen über West Virginia.

Ein Perseidenregen über West Virginia.

Wer an Sternschnuppen glaubt, hat jetzt die beste Gelegenheit all seine geheimen Wünsche zu platzieren. Denn im August rauschen die Perseiden an der Erde vorbei. Das ist der einzige grosse Meteorstrom im Sommer und dazu einer der stärksten. Den Höhepunkt dieses Feuerregens erleben wir diese Woche in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag.

Spektakel dank eines Kometen

Schon jetzt sieht man die ersten Sternschnuppen hinabstürzen. Doch in der Nacht auf Freitag werden jeweils über 100 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel zu sehen sein. Diese faszinierende Himmelsspektakel verdanken wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, der alle 133 Jahre an unserem Planeten vorbeizieht.

Auf seiner Reise lässt der Komet Trümmerteilchen zurück. Im August fliegt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jeweils durch eine Wolke solcher Kometentrümmerteilchen. Treten diese dann in die Erdatmosphäre ein, verglühen sie.

Der Sternschnuppen brennen zur Hauptsache in der Sicht auf das Sternbild Perseus, weshalb diese sie Perseiden heissen. Die Perseiden werden aber auch Laurentiustränen genannt, weil der Legende nach der heilige Laurentius am 10. August 258 unter Kaiser Valerian den Märtyrertod starb, was den Himmel mit feurigen Tränen weinen liess.

Mit unfassbarer Geschwindigkeit

Die zum Teil nur stecknadelgrossen Partikel aus dem Kometenstaub treten mit einer unfassbaren Geschwindigkeit von 59 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein, das sind 214000 Kilometer pro Stunde. In einer Höhe von etwa 80 bis 100 Kilometern beginnen die Kometenteilchen zu leuchten und werden zu Sternschnuppen.

Zurzeit sind die Perseiden besonders gut zu sehen, weil zum einen das Wetter günstig ist und zum anderen der Mond kaum scheint und das Leuchten der Sternschnuppen deshalb nicht konkurrenziert. Am besten geht das in der späten Nachtstunde bis am frühen, noch dunklen Morgen.

Die Perseiden werden, wenn auch weniger häufig, auch in den kommenden Nächten noch zu sehen sein. In der Samstagnacht werden sich dann noch Jupiter und Saturn zum Mond und den Perseiden gesellen und das Himmelsspektakel erweitern.

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