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Neue Studie zeigt: Deutschschweizer gingen im Lockdown häufiger in den Wald

Mehr Menschen gingen für Fitness und psychische Erholung in den Wald.

Mehr Menschen gingen für Fitness und psychische Erholung in den Wald.

Die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat ermittelt, wie stark sich die Gewohnheiten der Schweizer im Lockdown verändert haben, was Besuche im Wald angeht.

(agl) Der Vergleich des WSL zeigt, dass der Anteil Personen, die nur selten in den Wald gehen, im Lockdown stark zugenommen hat. Leicht erhöht hat sich aber auch der Anteil der Befragten, die fast täglich in den Wald gehen. Gesunken ist gemäss der Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, der Anteil der «Gelegenheitsbesucher», die ungefähr alle zwei Wochen in den Wald gehen.

Wer den Wald mied, tat dies gemäss der Umfrage, weil er zur Risikogruppe gehört, oder aus Vorsichtsmassnahme, um sich nicht anzustecken. Die Motive für einen Waldbesuch veränderten sich dahingehend, dass sie sich vermehrt zu Fitness und psychischer Gesundheit verlagerten.

Die Untersuchung zeigte auch: Deutschschweizer gingen im Lockdown häufiger in den Wald als die anderen Sprachgruppen. Die Forscher führen diesen Umstand darauf zurück, dass die Deutschschweiz insgesamt weniger stark vom Coronavirus betroffen war. Neben den Deutschschweizern zog es auch StadtbewohnerInnen häufiger in den Wald als sonst, zeigt die Studie weiter.

Dass ein Vergleich der Waldbesuche unmittelbar vor und während des Corona-Lockdowns möglich war, ist Zufall. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit führt die WSL alle zehn Jahre eine Umfrage in der Bevölkerung durch. Diese endete am 9. März, kurz vor dem Lockdown. Die Forschenden beschlossen, einen Teil der Umfrage im April erneut durchzuführen.

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