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Natur unter Stress: Klimawandel setzt Buchen an trockenen Standorten zu

Braun verfärbte Buchen – wie hier bei Stetten im August 2018 – dürften wegen dem Klimawandel in der Schweiz künftig öfter zu sehen sein.

Braun verfärbte Buchen – wie hier bei Stetten im August 2018 – dürften wegen dem Klimawandel in der Schweiz künftig öfter zu sehen sein.

Als Folge des Klimawandels dürften in der Schweiz Buchen an Standorten mit wenig Wasser vermehrt verdorren. Das zeigt eine Untersuchung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft.

(dpo) Bei Buchen ist der Trockenstress nicht allein von der Witterung und vom Niederschlag abhängig. Eben so wichtig sind die Wasserreserven im Boden und ob die Bäume über genug tiefe Wurzeln verfügen, damit sie dieses Wasser anzapfen können. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Forschenden unter der Leitung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Gemäss einer Mitteilung der Forscherinnen und Forschern vom Dienstag dürften Buchen aufgrund des Klimawandels in der Schweiz in den kommenden Jahrzehnten vermehrt verdorren. Als Folge würden sie dann durch Baumarten abgelöst, welche die erwartete Trockenheit besser ertragen.

Das Forscherteam hat schweizweit an neun Untersuchungsflächen das Stressverhalten der Buche bei Trockenheit untersucht. Demnach sind Buchen auf Böden mit wenig Wasserspeicherleistung im Hitzesommer 2018 besonders gestresst gewesen. Dieser Stress äusserte sich dadurch, dass die Bäume das Stammwachstum stoppten, die Blätter sich frühzeitig verfärbten oder sogar ganz abfielen, schreibt das WSL. Bei anhaltender Trockenheit verdorrten schliesslich sogar Teile der Baumkrone.

Für Forstleute sind die Ergebnisse der Untersuchung laut WSL insofern hilfreich, als dass sie je nach Waldstandort gezielt Baumarten fördern können, die mehr Trockenheit vertragen.

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