Lachen

Wie man erkennt, ob jemand richtig lacht

Echtes Lachen oder nicht? Das ist hier die Frage. Symbolbild. (Quelle:Keystone)

Echtes Lachen oder nicht? Das ist hier die Frage. Symbolbild. (Quelle:Keystone)

Ein Lächeln auf den Lippen drückt Freundlichkeit aus und hebt die Laune – wenn es denn echt ist. Einige Fakten zum Tag des Lachens.

Die meisten können instinktiv unterscheiden: Schenkt mir jemand ein echtes Lächeln? Oder ist es aufgesetzt und angestrengt? Der französische Psychologe Guillaume-Benjamin Duchenne wollte es schon im 19. Jahrhundert ganz genau wissen.

Er stellte fest: Beim ehrlichen Lächeln werden nicht nur die Mundwinkel nach oben gezogen, vielmehr bilden sich zugleich in den Augenwinkeln kleine Fältchen. Dahinter stecken unwillkürliche Kontraktionen des grossen Jochbeinmuskels und des Augenringmuskels. Ein vorgetäuschtes Lächeln wird dagegen willentlich vom Grosshirn kontrolliert, das die Augenmuskeln nicht steuern kann.

Der Mensch ist das einzige lachende Tier

Doch gibt es neben dem Menschen andere Lebewesen, die über diese Ausdrucksform verfügen? In seinen Grundzügen existiert es auch bei unseren nächsten Verwandten: den Menschenaffen. Lautäusserungen anderer Tiere haben dagegen andere Funktionen der Kommunikation innerhalb der eigenen Art. Das Wiehern von Zebras, das Gackern von Hühnern oder das Gelächter von Hyänen klingt nur für menschliche Ohren wie Gelächter.

Lächeln ist gesund – das hört man oft. Die US-Forscher Ernest Abel und Michael Kruger suchten Beweise in den Autogrammkarten von 230 Baseball-Spielern aus dem Jahr 1952. Von den bis zum Studienjahr 2010 bereits gestorbenen Ex-Sportlern waren diejenigen, die emotionslos in die Kamera geschaut hatten, im Schnitt 72,9 Jahre alt geworden. Bei den leisen Lächlern waren es 75; wer breit grinsend fotografiert worden war, erreichte ein Alter von durchschnittlich 79,9 Jahren.

Eine Nachfolgeuntersuchung unter Einbeziehung weiterer Faktoren wie etwa Ausbildung, Karrieredauer und Familienstand konnte die Ergebnisse allerdings nicht bestätigen. Wenn ein freundliches Lächeln zur Jobuniform gehört, kann es schnell zum Stressfaktor im Beruf werden. Der Frankfurter Arbeits- und Organisationspsychologe Dieter Zapf sieht besonders Flugbegleiter, Verkäufer und Mitarbeiter von Callcentern gefährdet.

Von ihnen werde ein zwanghaftes Vortäuschen von Freundlichkeit verlangt, oft über viele Stunden. Die Mitarbeiter bräuchten deshalb Räume und Zeiten ohne Kundenkontakt, in denen sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen könnten, fordert Zapf. Sonst drohten beispielsweise Depressionen.

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