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So sagen wir in diesem Jahr «Ja, ich will»: Blumen, Gold, Holz und Spitzen: Heiraten wird 2019 romantisch

Bis dass der Tod uns scheidet: Trotz höherer Lebenserwartung, unendlicher Möglichkeiten zur Lebensgestaltung, und schier unlimitierten Partnerauswahl im Internet sagen Schweizer immer noch «Ja». Falls Sie bald zu den Glücklichen gehören, sollten Sie weiterlesen.

Schmuck

Alles beginnt mit dem Kniefall, der Frage: «Willst du mich heiraten?» – und einem Solitär-Ring, auf dem ein einzelner Diamant im Brillantschliff thront. Ein beliebter Klassiker, der Traum jeder Frau. Der Stein hat allerdings das Zeug, so manch Budget zu sprengen. Umso schöner, schickt sich der Moissanit an, 2019 der Tonangeber bei Verlobungs- und Trauringen zu werden. Auf Pinterest schnellte die Anzahl Posts zu diesem Stein in letzter Zeit in die Höhe. Er sieht einem Diamanten zum Verwechseln ähnlich, kostet aber nur einen Bruchteil, da er synthetisch hergestellt wird. Egal aber welcher Stein: Vorzugsweise trägt die Verlobte einen mit ovaler Form. Laut Jürg Domenig, Leiter Einkauf Schmuck beim Juwelier Kurz, wird zudem immer öfter nach Farbedelsteinen wie Saphiren, Rubinen oder Smaragden gefragt.

Kleidung und Recycling

Nach der Frage aller Fragen kommt eine weitere, die für jede Frau zu den wichtigsten ihres Lebens gehört: Was für ein Kleid trage ich am grossen Tag? Wer sich zu den Trendbewussten zählt, läuft in diesem Jahr mit einem Kleid mit 3-D-Blumenmuster ganz romantisch ein in den Hafen der Ehe. Dieser Stil war an zahlreichen Hochzeitsmessen bei etlichen Brands und Designern zu sehen. Genauso wie schlichte Neckholder-Kleider. Meghan Markle trug an der letztjährigen royalen Hochzeit eines zur Feier am Abend – und hat einen Hype ausgelöst. Wer derweil auf Weiss pfeift, kann sich freuen: Brautkleider in allen Farben sind kein Tabu mehr, insbesondere goldene werden oft gesehen. Vera Wang, die Königin der Brautmode, macht es in ihrer Frühlingskollektion vor.

Und auch die Herren treibens bunt: Anzüge in Grau oder Schwarz sind out. Die maskuline Garderobe bricht die Tradition mit kaffeefarbenen Tönen, lieblichem Flieder. Am besten beraten ist der Bräutigam von 2019 indes, wenn er zum dunkelgrünen Anzug greift. Ein Hingucker, der auch nach der Hochzeit getragen werden kann. Für die Braut gestaltet sich das schwieriger: Ihr Kleid wird nur das eine Mal getragen – und versauert dann im Schrank. Dieses Szenario könnte bald Vergangenheit sein. Die Leiterin der Masskonfektion bei Globus, Julia Greiner, beschreibt in ihrer Masterarbeit die Vision, aus getragenen Brautkleidern neue zu schneidern. Ganz im Sinne des gewissenhaften Konsums.

Frisur

Was ein Glück! Die Zeit der aufwendigen Hochsteckfrisuren mit – Schreck, lass nach! – künstlich gelockten Strähnen, die mit etwa einer Tonne Haarspray zusammengehalten wurden, sind vorbei. Die Braut soll heute ihre Haare natürlich tragen. Die Hochzeitsfrisur der Stunde: der messy bun, der unordentliche Dutt. Er ist leicht selber zu frisieren und passt zum aktuellen lässig-romantischen Stil von Hochzeiten.

Dekoration

Je natürlicher, desto besser. Das gilt auch für die Dekoration der Tafel und dem Drumherum – egal, ob die Hochzeit im Jugendstil-Saal, im Garten oder im Restaurant stattfindet. Die Blumengestecke sind nicht mehr streng, sondern locker zusammengebunden. Wildblumen erleben ein Revival, genauso wie Deko aus Holz und Gold. Letzteres haucht jeder Hochzeit einen Hauch Königlichkeit ein. Damit wir uns alle ein wenig wie Meghan fühlen können.

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