Ferien

Mit einem kleinen ökologischen Fussabdruck Schweizer Berge erklimmen

All-Inclusive-Ferien in Ägypten belasten die Umwelt. Der WWF ruft deshalb dazu auf, den Urlaub in der Schweiz zu verbringen.

Die Umweltschutzorganisation WWF hat die beliebtesten Ferienziele der Schweizer auf ihre Co2-Belastung hin untersucht.

Es erstaunt nicht: All-Inclusive Ferien in Ägypten, in Zypern oder in der Türkei schaden der Umwelt. Der Grund ist das Flugzeug. Der grösste Anteil an die gesamte Co2-Belastung hat das Transportmittel, mit dem die Feriendestination erreicht wird.

Einen weniger grossen Anteil haben die Mahlzeiten und die Anzahl Übernachtungen. Mit Ferien in Hurghada, Ägypten schadet man seinem ökologischen Fussabdruck am meisten. Die Erholung am Strand belastet ihn mit 2.5 Tonnen Co2. Gleich hohe Zahlen sind für die Feriendestinationen Paphos auf Zypern oder Antalya in der Türkei ausgewertet worden.

Der WWF rät deshalb Rieseziele in der Nähe zu wählen. Anreisen sollte man mit möglichst freundlichen Verkehrsmitteln. An erster Stelle steht der Zug, an zweiter der Car und an dritter das Auto. Auch die Aktivitäten haben einen Einfluss. Besser schwingt man sich aufs Fahrrad als auf den Jetski.

Mit "Tourismus Schweiz" hat WWF zehn alternative Reisedestinationen in der Schweiz ausgearbeitet (siehe Box). Wem der Umweltschutz am Herzen liegt, hat bereits genügend Gründe um im Heimatland zu bleiben. Doch können die Vorschläge auch inhaltlich überzeugen?

Die Schweiz kann mit unberührten Naturlandschaften wie Nationalpärke im Engadin, dem "Grand Canyon der Schweiz" dem Creux du Van und Weinbergterrassen über Seen im Waadtland überzeugen. Auch kulturell kann Vieles entdeckt werden von Klöstern bis alten Bergdörfern. Alle Sehenswürdigkeiten kann man mit gut gekennzeichneten Wanderwegen erkunden. Wander- und Naturfreunde fühlen sich da sicherlich angesprochen.

Doch gerade junge Leute, die nicht die Abgeschiedenheit, sondern feiern und den Tag durch am Strand schlafen wollen, kann die "Hierbleib-Initiative" wohl nicht überzeugen.

Auch wer sich Ferien ohne Meer und Strand nicht vorstellen kann, bleibt nicht in der Schweiz. Aber auch dafür gibt es eine Umweltfreundliche Alternative: mit dem Zug in die Provence. Der damit verbundene Co2-Ausstoss beträgt nur 299 kg.

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