Wann sind am meisten Sternschnuppen zu sehen?

Das Maximum an Aktivität erreichen die Perseiden dieses Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Doch der Mond macht den Beobachtern einen Strich durch die Rechnung – er ist in besagter Nacht beinahe voll und überstrahlt fast alles. Um Sternschnuppen zu sehen, lohnt es sich deshalb, bereits in diesen Tagen beziehungsweise Nächten in den Himmel zu gucken. Natürlich bei wolkenfreiem Wetter, und am besten in den frühen Morgenstunden vor der Dämmerung, wo sie scheinbar besonders hoch oben auftreten.

Von wo aus sind sie am besten sichtbar?

Je dunkler die Nacht, desto mehr Sternschnuppen sind zu erkennen. Also raus aus der Stadt, bevorzugt in Richtung Alpen oder Jura. Auf www.lightpollutionmap.info ist zu sehen, wo die Lichtverschmutzung schwach ist. Ideal ist die Übernachtung in einer Berghütte. Denn von erhöhten Beobachtungspunkten aus ist ein grösserer Teil des Himmels überblickbar und damit sind auch mehr Sternschnuppen sichtbar. Aus demselben Grund empfiehlt sich die Beobachtung von blossem Auge – mit Feldstecher oder Fernrohr ist die Chance dagegen klein, dass eine Sternschnuppe genau im Blickfeld auftritt.

Was ist überhaupt eine Sternschnuppe?

Sternschnuppen – auch Meteore genannt – entstehen, wenn Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und verglühen. Das kommt das ganze Jahr über vor, aber besonders oft, wenn die Erde auf ihrer Bahn durch den Schweif eines Kometen zieht. Eine solche Häufung von Sternschnuppen wird Meteorschauer genannt. Die Perseiden zum Beispiel entstehen, wenn die Erde im August den Schweif des Kometen Swift-Tuttle durchquert. Die Teilchen stossen mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre, das sind mehr als 200 000 Kilometer pro Stunde.

Lassen sich Meteore fotografieren?

Klar, mit dem entsprechenden Know-how und guter Ausrüstung gibt es schöne Bilder. Das ist aber eher etwas für Fortgeschrittene. Schlüsselelemente sind ein Stativ, das lange Belichtungszeiten ermöglicht, und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv. Dazu braucht es eine gehörige Portion Geduld – denn wann und wo die nächste Sternschnuppe erscheint, weiss niemand. Selbst Profis müssen ganze Serien von Bildern aufnehmen, bis ihnen der Zufall im richtigen Moment eine Sternschnuppe schickt.