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Hält der neue «Flugsimulator 2020» von Microsoft, was er verspricht?

Erstaunlich realistisch: der neue Flugsimulator von Microsoft.

Erstaunlich realistisch: der neue Flugsimulator von Microsoft.

Er wurde konstruiert mit neusten Satellitenbildern und rechnet automatisch die Wetterdaten von Meteoblue ins Programm. Doch der «Flugsimulator 2020» hat einen Hacken.

«Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein», sang Reinhard Mey. Und welches Kind träumt nicht davon, in luftigen Höhen den Globus zu erkunden. Auch ich. Doch meine Flugerfahrungen waren bescheiden – bis ich den «Flight Simulator» von Microsoft bekam. Stunden flog ich über Städte und Meere. Doch der letzte «Flusi»-Update, wie die Flugsimulatoren liebevoll genannt werden, liegt 14 Jahre zurück.

Seit letzter Woche können virtuelle Piloten wieder durchstarten. Und fliegen war noch nie schöner. Denn Microsoft will nach der langen Absenz mit dem neuen Flight Simulator 2020 nicht kleckern, sondern klotzen.

Der neue Flusi ist das erste Videospiel, das dank Satellitenaufnahmen den gesamten Erdball simulieren kann. Vom zwei Petabyte (2000 Terabyte) grossen Modell des Planeten streamen die Spieler indes nur die Daten, die sie benötigen. Allein dies fordert die Internetverbindung ziemlich. Mehr als zwei Millionen Städte und über 40 000 Flughäfen sind im Spiel enthalten.

Zugegeben, einige Städte sind etwas erkennbarer als andere, dank neuster Grafik komme ich während meiner Flüge trotzdem kaum aus dem Staunen heraus. Japan, Italien, Alaska, alles ist erreichbar. Schön ist auch, dass sich jeder schnell im virtuellen Cockpit zurechtfindet.

Zudem werden Daten des Schweizer Wetterdiensts Meteoblu in Echtzeit ins Spiel übertragen. Damit fühlt sich das Fliegen noch realer an. Microsoft hätte seinen Flusi zu keinem besseren Zeitpunkt lancieren können, denn er stillt gleich zwei Corona-Sehnsüchte: die Faszination des Fliegens und die Entdeckerlust.

© CH Media

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