Pflege

Geschniegelt und gestriegelt – das Geheimnis von gepflegtem Haar ist eine gute Bürste

Natur pur: Bürste von Björn Axén.Bild: zvg

Natur pur: Bürste von Björn Axén.Bild: zvg

Was die perfekte Bürste ausmacht – und wovon man die Finger lassen sollte.

Shampoo, Spülung, Haarserum und -maske: Alle diese Produkte in Ehren, aber ohne gute Haarbürste kann man das für die Pflege ausgegebene Geld genauso gut zum Fenster hinauswerfen. Dass 100 Bürstenstriche pro Tag das Beste fürs Haar sind, ist kein Märchen, das uns das Grossmami selig aufgetischt hat: Wer regelmässig und lange bürstet, hat die Haare schön.

Bürsten regt die Durchblutung der Kopfhaut an und damit die Talgproduktion und das Haarwachstum. Die äussere Schuppenschicht wird geglättet, durch das Striegeln verteilen sich Fettmoleküle auf den Haaren und lassen sie glänzen. Dass vieles Bürsten Haarausfall begünstigt, ist also Quatsch. Das Gegenteil ist der Fall.

Wildschwein bei langem, Ziege bei kurzem Haar

Wenn Sie jetzt voller Tatendrang zu Ihrer Plastikbürste greifen, sollten Sie das lassen. Die gehört tatsächlich weggeworfen. Plastik- oder Metallspitzen rauen die Haare auf, schaden der Kopfhaut und fördern Schuppen und Spliss. Besser: Naturborsten, etwa vom Wildschwein.

Sie eignen sich besonders gut, weil sie in der Struktur unseren Haaren sehr ähnlich sind. Das Haar lädt sich damit nicht elektrisch auf, und Entwirren gelingt bei einer langen Mähne leicht. Eine gute Auswahl gibt es vom Haarspezialisten Björn Axén, etwa die Gentle Detangling Brush (circa 70 Franken).

Leute mit Kurzhaarschnitt sollten zu einer Bürste mit Ziegenhaarborsten greifen – die Bioversion von Grünspecht kostet circa 9 Franken, sie ist auch für Babys geeignet. Und wer auf tierische Produkte verzichten möchte, setzt auf Holzborsten. Übrigens: Kurzes Haar braucht eng zusammenstehende Borsten, langes, dickes Haar weit auseinanderstehende.

Lockenköpfe schwören auf die Curlbrush von Denman (19 Franken), weil einzelne Kammreihen entfernt werden können – die Locken bleiben so intakt. Rundbürsten wiederum kreieren bei dünnem Haar Volumen – eine sehr gute gibt es von der Coiffeurlegende Marlies Möller (Medium round, 46 Franken). Das Grossmami hätte seine helle Freude daran gehabt.

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