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Gegenwind für E-Zigaretten: Neue Verbote in Indien und den USA

Dampfen ist zwar gesünder als Rauchen, aber nicht ohne gesundheitliche Risiken.

Dampfen ist zwar gesünder als Rauchen, aber nicht ohne gesundheitliche Risiken.

Nachdem sich Gesundheitsprobleme in den USA häuften, reagieren Länder und Bundesstaaten mit Anpassungen der Gesetze. Indien verbietet E-Zigaretten komplett, der US-Bundesstaat New York lässt nur noch wenige Liquids zu.

Die indische Regierung hat am Mittwoch den Verkauf, die Produktion, den Import und die Bewerbung von E-Zigaretten verboten. E-Zigaretten würden besonders für junge Menschen zunehmend ein Gesundheitsrisiko darstellen, erklärte Finanzministerin Nirmala Sitharaman. Das Land reagiert damit einerseits auf die Berichte über gesundheitliche Probleme, die sich in den USA in den vergangenen Monaten häuften. Andererseits hatten auch mehrere indische Bauernvereinigungen ein Verbot von E-Zigaretten gefordert. Indien ist eines der grössten Produktionsländer von Tabak.

Einen Tag zuvor ist zudem im US-Bundesstaat New York ein Notfallgesetz in Kraft getreten, das sämtliche Geschmäcker ausser Tabak und Menthol für E-Zigaretten-Liquids verbietet. Bekömmliche Aromen wie Vanille und Erdbeere stehen im Verdacht, besonders Jugendlichen das Dampfen attraktiv zu machen. Ein ähnliches Verbot gilt bereits in Michigan. Ein landesweites Verbot ist in Arbeit.

In der Schweiz zählen E-Zigaretten bislang als «Gebrauchsgegenstände» und damit in den Geltungsbereich des Lebensmittelbereichs. Ab 2022 sollen sie aber von einem revidierten Tabakgesetz erfasst werden, das insbesondere den Jugendschutz stärkt.

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