Naturheilmittel

Gegen Fieber, Magenbrennen oder Schürfwunden: Diese Mittelchen gehören in jede Hausapotheke

Buchweizenhonig hilft gegen Husten - zusammen mit dem griechischen Cystustee ist das fast ein Wundermittelchen bei Erkältungen.

Buchweizenhonig hilft gegen Husten - zusammen mit dem griechischen Cystustee ist das fast ein Wundermittelchen bei Erkältungen.

Das Fieber schiesst über Nacht in die Höhe, der Sohn hat eine Schürfwunde am Knie und die Tochter Schnupfen. Eine Hausapotheke schafft bei solchen Fälle Abhilfe. Diese Medikamente und Naturheilmittel helfen laut Wissenschaftern garantiert.

Erkältungen: Tee und Kombinationen wirken

Um eine abschwellende und entzündungshemmende Wirkung zu erhalten, wirken Kombipräparate am besten. Die Behandlung der einzelnen Symptome ist weniger sinnvoll. Andererseits linderte in einer Studie der US-amerikanischen Pennsylvania State University Buchweizenhonig den Erkältungshusten besser als ein Standard-Hustensaft mit Dextromethorphan. Wer ihn zum Süssen von Cystus-Tee nimmt, erhält auch eine Anti-Schnupfen-Kombi. Mindestens drei Tassen pro Tag einnehmen.

Mit Blutwurz und Fenchel gegen Durchfall

Standardmittel gegen Durchfall ist Loperamid, es hemmt die Aktivität der Darmmuskulatur. Ein Forscherteam um Dennis Anheyer vom Uni-Klinikum Essen fand auch solide Wirkungen für Blutwurz, Kamille, Pfefferminze und Fenchelsamen, gerade bei Kindern. Die Zubereitung erfolgt als Aufguss, ein gestrichener Esslöffel pro Tasse.

Sodbrennen ertränkt man mit Mädesüss

Klassische Mittel gegen Sodbrennen sind Magensäureblocker. In Langzeitbehandlung können sie aber die Verdauung einschränken und zu Allergien führen. Die Heilpflanzenkunde empfiehlt bei Sodbrennen schon länger das Mädesüss. Eine Studie der Universität Belgrad bestätigt nun, dass die Tannine und Flavonoide der Pflanze einen Schutz der Magenschleimhaut aufbauen. Die Anwendung erfolgt als Tee. Drei Tassen pro Tag, zum Essen.

Cortison und Oolong-Tee lindern den Juckreiz

Crèmes mit Hydrokortison hemmen zuverlässig Hautirritationen, wie etwa bei Insektenstichen und Ekzemen. Sie eignen sich aber nicht für die Langzeitanwendung von mehr als zwei Wochen, und auch nicht für grössere Flächen. Eine Alternative dazu ist der Oolong-Tee aus Taiwan. An der Universitätshautklinik im japanischen Otsu liess man Dermatitis-Patienten täglich einen Liter des halbfermentierten Tees trinken, verteilt auf vier Portionen. Bei 63 Prozent der Probanden gingen Jucken und Hautirritationen zügig zurück. Vermutlich dämpfen Gerbstoffe die Entzündung.

Prellungen und Gelenkschmerz: Kohl hilft

Wenn es im Knie zwickt oder der Fuss gestaucht wurde, kommt schnell eine Salbe drauf. Wirken tun sie jedoch nicht immer. In einer Studie der Essener Klinik für Naturheilkunde bewährten sich die guten alten Kohlwickel bei Knieschmerzen. Bei Sportverletzungen besteht die zuverlässigste Behandlung darin, sie für 15 Minuten zu kühlen.

Pfefferminzöl vertreibt den Kopfschmerz

Die Klassiker bei Spannungskopfschmerzen sind ASS, Ibuprofen und Paracetamol. Tim Jürgens von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft sagt: «Ebenfalls gut wirksam, aber ohne Nebenwirkungen durch zu häufigen Gebrauch ist Pfefferminzöl auf Schläfen und Nacken.» Die ätherischen Öle hemmen die Schmerzübertragung zum Gehirn.

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