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Damit Biker und Spaziergänger Freunde werden: Fünf Tipps für einen erholsamen Aufenthalt in der Natur

Was friedlich und entspannend sein soll, endet oft im Desaster: Unangenehme Begegnungen können einen Spaziergang schnell runinieren.

Was friedlich und entspannend sein soll, endet oft im Desaster: Unangenehme Begegnungen können einen Spaziergang schnell runinieren.

Ein Spaziergang reinigt den Geist und befreit vom Alltagsstress. Doch was, wenn man dabei unliebsame Begegnungen hat? Eine Anleitung für mehr Harmonie an der frischen Luft.

Rentner vs. Kinderwagen

Nein, der grösste Schrecken der Eltern ist nicht der böse Wolf im Wald. Manchmal sind es Grossmütter. Frischfleisch erblickend, werden sie zu über Kinderwagen kreisenden Raubvögeln. Während bei Hunden brav nach Streicheleinheiten gefragt wird, gilt ein derartiger Schutz weder für Babys noch ihre Halter. Ohne Vorwarnung, zack, schon wird dem Baby in die Wangen gekniffen. Die Stimmlage wandert ein paar Oktaven höher, zack, schon prasseln Komplimente auf das wehrlose Wesen ein. Nun die schlechte Nachricht: Diesem Problem können wir uns leider nicht so leicht entledigen. Kleine Kinder sind einfach zu süss. Ältere Menschen auch. Zumindest so lange beide nicht laut herumschreien. Die Lösung des Generationenkonflikts? Halten wir es so wie bei den Hunden: Vor dem Streicheln wird gefragt. Dann gibt es auch keine Bissspuren.

Reiter vs. Sportler

Wenn Pferde auf Sportler treffen, birgt das einige Risiken. Damit sich keiner in die Quere kommt, ist der Austausch zwischen Reiter und Sportler unabdingbar. Denn während jedes gut trainierte Pferd mit Geräuschen klarkommen dürfte, ist die lautlose Gefahr das grösste Problem. Ein sich von hinten nähernder Sportler wird für das Pferd zum Raubtier. Als Fluchttiere reagieren Pferde in kritischen Situationen kopflos. Statt penibel jedes Geräusch zu vermeiden, soll Reiter und Pferd rechtzeitig signalisiert werden, dass ein Sportler im Anmarsch ist. Notfalls mit der Fahrradklingel. Dabei gilt: Mit dem Reiter kommunizieren und dessen Reaktion abwarten. Dafür muss dieser nicht einmal von seinem hohen Ross heruntersteigen.

E-Biker vs. Wanderer

Von einem flotten E-Biker überholt zu werden, ist der Albtraum eines jeden schwitzenden Wanderers. Noch schlimmer, wenn er dabei fast unter die Räder gerät. In solchen Momenten möchte man fluchen, aber schon ist der Fahrer weg. Dabei wäre es einfach: Wanderer sind wie Pferde. Wer sich ihnen mit gedrosseltem Tempo nähert und ein Überholen signalisiert, ist auf der sicheren Seite. Wer sich trotzdem über E-Biker ärgert, denke an deren Stromrechnung.

Hund vs. Flora und Fauna

Hunde können gleich für mehrere Parteien zur Gefahr werden. Ein guter Spaziergang steht und fällt mit der richtigen Planung und Ausrüstung. Wer die Landschaft nicht verschandeln will, entfernt Hundekot und bleibt auf vorgegebenen Wegen. Der Griff zur Leine verhindert die Jagd nach Joggern oder (Nahrungs-)Tieren. Wie heisst es schliesslich? Appetit darf man sich auswärts holen, gegessen wird daheim.

Wildtier vs. Mensch

Wenn Tier auf Mensch trifft, ist oft nicht klar, wer für wen die grössere Bedrohung darstellt. Wer gefährliche Situationen vermeiden will, der hat sich an einige Regeln zu halten. Als Spaziergänger gilt es, sich an vorgegebene Wege zu halten und Hinweisschilder zu beachten. Wer dazu keinen Müll hinterlässt, der hat das Spiel verstanden. Falls es doch einmal zu einer unangenehmen Begegnung kommen sollte, hilft es, ruhig zu bleiben und Fluchtwege freizuhalten. Ein in die Ecke getriebenes Wildschwein oder ein wütender Wolf bereitet schliesslich keinem Spass.

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