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Besuchsverbot wirkt sich positiv auf Babys und Mütter aus: Schweizer Spital will Corona-Regeln dauerhaft einführen

Besuchsverbot bei frischgebackenen Müttern: Spitäler wollen Corona-Regeln dauerhaft einführen

Die Väter sind derzeit die einzigen, die eine Mutter und ihr Neugeborenes im Spital besuchen dürfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Einschränkungen aufgrund der Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus, ist das eine derart positive Entwicklung, dass mindestens ein Schweizer Spital die Besuchsregeln dauerhaft anpassen will.

Die Coronapandemie bringt wenige gute Nachrichten mit sich. Doch dies ist eine: Die Zahl der Mütter, die ihre Babys stillen können, ist stark gestiegen, und der Schlaf ihrer Neugeborenen hat sich verbessert. Grund dafür ist das Besuchsverbot in den Spitälern, was den Stress bei Eltern und Neugeborenen deutlich reduziert, wie SRF berichtet.

Die Väter sind derzeit die einzigen, welche die Mütter und Babys im Spital besuchen dürfen. «Das gab uns Zeit zum Ausruhen, um unser Baby kennenzulernen», sagt Mélanie Schaffter gegenüber SRF. Sie hat ihr Kind vor kurzem im Hôpital du Jura in Delémont zur Welt gebracht.

Stillen, wenn es das Baby braucht - und nicht, wenn gerade niemand zu Besuch ist

«Ich finde, dass diese ruhigen Momente auch wichtig sind für den Einstieg ins Stillen - wir können stillen, wenn es das Baby braucht und nicht, wenn niemand da ist, der uns besucht», bestätigt Schaffter die Beobachtungen verschiedener Schweizer Spitäler.

Im Hôpital du Jura ist man derart begeistert von dieser Entwicklung, dass die Besuchsregeln dauerhaft angepasst werden sollen. «Ein guter Besuch ist ein kurzer Besuch, also maximal eine Stunde», sagt Pflegedirektorin Catherine Citherlet. «Das würden wir gern beibehalten.» Auch die Anzahl Besucher soll künftig begrenzt bleiben: auf maximal zwei bis drei Personen. (SRF/smo)

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