Mode
Kleider mit Tiermotiven: Erst jagen, dann tragen

Ein tierischer Herbst steht uns bevor – zumindest in der Mode

Silvia Schaub
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Nur ja kein Schnitzel und Kalbsbraten auf dem Teller! Fleisch zu essen, ist derzeit so von gestern. Doch man könnte tatsächlich glauben, dass viele Fleischverweigerer ihren Verzicht auf Tierisches dafür in der Mode kompensieren müssen. Denn dort sind unsere vier- oder mehrbeinigen Freunde allgegenwärtig. Vielleicht auch, weil nur noch das Textil bleibt, um die Liebe zum Tier öffentlich zu bekennen, ohne gleich kritisiert zu werden.

Ist die Tiger- oder Leoprint-Phase noch immer nicht vorüber? Leider nein. Zumindest bekommt sie aber Konkurrenz. Denn neuerdings gibt es ganz niedliche Tiermuster, die auch ironischer und entspannter mit dem Thema umgehen.

Tiere zum Streicheln

Sogar das Label Jean-Charles de Castelbajac schmückt einen klassischen Karo-Poncho oder ein Pulli-Kleid mit einem riesigen Fuchskopf. Meister Reinecke hat sich auch bei Fabric Frontline auf edlen Seidenfoulards eingenistet.

Bei Paul & Joe Sister sind es wiederum süsse Rehlein, Waschbären oder Schmusekatzen, die Pullis oder Blusen bevölkern; bei Nanushka Pferde, die über den Ärmel eingestrickt sind. Bei Mango findet man Pyjamahosen mit Adler-Print und bei Hermès Krawatten mit Fledermäusen.

Die süsse Tierschar lädt teilweise auch zum Streicheln ein, manche sind mit Federkleid oder Fell geziert. Vielleicht ist es auch ein Aufruf: Habt mich lieb, ich tue doch gar nichts!

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