«Hey Baby»
Frau wird an einem Tag 100 Mal auf der Strasse angemacht

Eine Frau hört an einem Tag in New York über 100 Sprüche. Wie fühlt es sich an, als Frau ständig angemacht zu werden? Eine Betroffene hat ein simples Video gedreht. Der Inhalt ist beklemmend.

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Diese Frau läuft durch New York und wird ständig angemacht.

Diese Frau läuft durch New York und wird ständig angemacht.

ho/youtube.com

Wie fühlt es sich an, als Frau auf der Strasse ständig angemacht zu werden? Die Frage können nur Betroffene selbst beantworten – doch ein simples Video bringt uns die Erfahrung auf beklemmende Art näher.

Die Schauspielerin Shoshana B. Roberts spaziert zehn Stunden lang in T-Shirt und Jeans durch Manhattan, in jeder Hand ein Mikrofon, ohne einen Mucks zu machen. Vor ihr geht der Filmemacher Rob Bliss, eine im Rucksack versteckte GoPro-Kamera zeichnet alles auf.

Über hundert Sprüche muss sich Roberts von Männern anhören: «Hey Baby», «Gott segne dich» und «wunderschön» gehören zu den harmlosen. Unangenehmer wird es, als ein Mann sagt: «Jemand nimmt deine Schönheit wahr. Du solltest dich öfter bedanken.» Andere gehen unaufgefordert mehrere Minuten lang neben der Schauspielerin her.

Roberts sagt zur Organisation Hollaback, die das Video in Auftrag gegeben hat: «Ich werde belästigt, wenn ich lächle und ich werde belästigt, wenn ich nicht lächle. Ich werde von Weissen, Schwarzen und Latinos belästigt. Es vergeht kein Tag, an dem ich das nicht erlebe.»

Offenbar haben mehrere Männer Vergewaltigungs-Drohungen auf Youtube geäussert. «Das Zeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben», sagt Emily May von Hollaback zu den Kommentaren, die laufend gelöscht werden.

Doch auch sonst wird das Video heiss Diskutiert. Die einen finden, die Bemerkungen können zwar unangenehm sein, doch es sei Übertrieben, von Belästigung zu sprechen. Andere argumentieren, es zeige, wie Frauen in der Öffentlichkeit als Sexobjekte gesehen werden, und das sei ein Problem. (rey, watson.ch)

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