«Ok, Google ...»

84-jähriger Witwer trotzt Demenz – mit Google-Technologie

84-jähriger Wittwer trotzt Demenz mit Google-Technologie

Brot kaufen nicht vergessen: So lässt sich David Stace von Google helfen.

David Stace ist an Demenz erkrankt. Die Diagnose kam kurz nachdem seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Damit er den Alltag möglichst selbstständig meistern kann, nutzt der 84-Jährige in seiner Wohnung die neueste Google-Technologie. Mit viel Begeisterung.

David Stace hatte allen Grund, sich einsam und am Ende zu fühlen. Im Januar 2017 war seine Frau von einem Auto angefahren worden und verstarb kurz darauf im Spital.

Er litt danach laut der britischen Daily Mail an einer posttraumatischen Belastungsstörung und begann, Zahlen und Namen zu vergessen. Dann die Diagnose: Alzheimer und vaskuläre Demenz. Eine düstere Zukunftsperspektive für den einsamen Wittwer aus Eastbourne im Südosten Englands.

Dann entdeckte er Google Home, ein intelligentes Lautsprechersystem für zuhause. Mittels Sprachbefehlen kann dieses etwa den Wetterbericht vortragen, einen bestimmten Radiosender abspielen, einen an Termine erinnern oder Notizen erstellen und abrufen.

Gegen das Vergessen und die Einsamkeit

Ein bisschen viel Technik für einen betagten Mann? Nicht für David Stace. Er nutzt die Google-Technologie versiert und mit viel Begeisterung, wie ein Video der Associated Press zeigt.

Einerseits lindern die Gespräche seine Einsamkeit, andererseits kämpft er so gegen das Vergessen. Die Lautsprecher verkünden etwa seinen nächsten Termin oder erstellen eine Einkaufsliste.

Stace findet das «faszinierend». «Ich habe schon immer gern mit Computern experimentiert», sagt er. Und: «Demenz sollte einen nicht an irgendetwas hindern.» (smo)

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