Getestet

An diesem E-Bike hätte sogar Elon Musk Spass

Auch über längere Strecken soll man schweiss- und stressfrei damit zur Arbeit fahren.

Auch über längere Strecken soll man schweiss- und stressfrei damit zur Arbeit fahren.

Das ST3 der Schweizer Firma Stromer ist eines der besten und teuersten E-Bikes auf dem Markt. Es soll aus dem Arbeitsweg ein schnelles Abenteuer machen.

Dieses E-Bike scheint direkt aus der Zukunft zu kommen – einer Zeit ohne Pendlerstau und Parkplatzproblemen, dafür mit viel Hightech und Design. Das ST3 Speed-Pedelec der Schweizer Firma Stromer ist ein rollender Computer mit Superantrieb. 45km/h bringt es dank Hinterradmotor mit 820 Watt auf den Touchscreen und sieht dabei so formvollendet aus, wie ein Tesla auf zwei Rädern. Die Idee dahinter; das Pendeln neu zu erfinden. Schweiss- und stressfrei soll man damit zur Arbeit fahren, auch über längere Strecken. GPS- und allerlei App-Schnickschnack, wie automatische Abschliessfunktion via Bluetooth und Diebstahlalarm mit Ortung und Tracking sollen dabei helfen.

Ampelstart: Von null auf 45km/h in vier Minuten

Wir haben den Test gemacht. 20 Kilometer Arbeitsweg mit 250 Höhenmetern, zwei Wochen lang bei Sonne und Regen. Das beste gleiche vorne weg: die Beschleunigung ist der Hammer. Kaum tritt man in die Pedale, reisst es einen fast vom Sattel. Von 0 auf 45km/h in nur vier Sekunden, davon bekommt man so schnell nicht genug. Velofahren fühlt sich plötzlich wie Fliegen an.

Das Bike drängt einen geradezu, alles aus ihm herauszuholen. Bei voller Unterstützung (es gibt drei Stufen) und voller Beinkraft fliegen die Dörfer nur so an einem vorbei. Nur der Wind pfeift in den Ohren, so ruhig gleitet der Stromer dahin. Der Arbeitsweg durch Quartiersträsschen, Waldwege und über Hauptstrassen wird zum Abenteuer. Die Geschwindigkeit kann aber auch zum Problem werden, da andere Verkehrsteilnehmer vom Autofahrer bis zum Fussgänger schlicht nicht damit rechnen, dass ein Velo so schnell um die Ecke kommt. Aufmerksames und reaktionsschnelles Fahren ist Pflicht. Einen Blinker haben wir etwas vermisst, über die gut eingestellten Bremsen waren wir mehr als einmal froh.

Mit fast 8000 Franken ist das Gefährt eine happige Investition.

Mit fast 8000 Franken ist das Gefährt eine happige Investition.

Zehn Minuten länger unterwegs, aber ohne Stau und Schweissflecken

Statt 25 Minuten mit dem Auto hatten wir 35 Minuten mit dem Stromer für den Arbeitsweg, aber dafür sehr viel mehr Spass, sowie keine Parkplatzkosten und nie Stau. Für die 40 Kilometer hin und zurück, reichte der Akku bei voller Unterstützung gut. Für bis zu 150 Kilometer sollte er laut Herstellerangaben sogar aussreichen, dann aber mit sehr viel weniger Motoreinsatz. Zwei Nachteile hat das futuristische Gefährt: Mit 30Kilo ist es ein Schwergewicht und mit fast 8000 Franken eine happige Investition. Dafür bekommt man mit dem Stromer ST3 ein Hightechgefährt in bester Schweizer Qualität.

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Autor

Katja Fischer De Santi

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