Altersheimleiter

Maurice Humard hat die Türe zu seinem Heim geschlossen.

Dominic Wirth
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Der Leiter des Alterszentrums in Niederlenz (AG), Maurice Humard, versucht, die Bewohner zu schützen.

Der Leiter des Alterszentrums in Niederlenz (AG), Maurice Humard, versucht, die Bewohner zu schützen.

Bild: zvg

Maurice Humard kennt sich aus in der Welt der Altersheime, schon 25 Jahre ist er dabei, und immer ging es um das Wohl der Betagten. So schwierig wie in diesen Tagen war seine Aufgabe noch nie. «Es sind besondere Zeiten», sagt Humard, der im aargauischen Niederlenz das Alterszentrum leitet. Es ist ein heimeliger Ort, eigentlich, im Garten gibt es einen Weiher. In den letzten Tagen aber musste Humard sein Alterszentrum in eine kleine Festung verwandeln. Es geht jetzt nur noch darum, den unsichtbaren Feind draussen zu halten: das Corona-Virus, das gerade für ältere Menschen so gefährlich ist.

Die Türe zum Alterszentrum, die sonst offen steht, hat Humard schliessen lassen. Auch das Restaurant ist zu. Besuche, so etwas wie das Lebenselixier der Bewohner, sind nur noch erlaubt, wenn es unbedingt notwendig ist. Humard lässt jetzt häufiger einen Film laufen, bietet zusätzliche Turnstunden und Gedächtnistrainings an. Und hofft, dass bald alles vorbei ist.