1 Virus – 100 Schicksale
«Die Kameradschaft auf der Jagd fehlt mir am meisten»: Sepp Lustenberger (76), Rentner aus Willisau

Der Pensionär Sepp Lustenberger liebt die Jagd. Doch in diesem Jahr ist alles ein wenig anders, ihm fehlt das Zusammensein mit seinen Kollegen.

Fabienne Mühlemann
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Sepp Lustenberger wohnt in Willisau.

Sepp Lustenberger wohnt in Willisau.

Bild: Fabienne Mühlemann

«Ich gehe nun schon seit 47 Jahren in Luthern Bad auf die Jagd, sie ist meine grosse Leidenschaft. Doch eine solche Situation habe ich noch nie erlebt. An der Jagd selber ändert sich zwar kaum etwas, doch die Kameradschaft fehlt mir sehr. Für gewöhnlich singen oder jodeln wir Jäger jeweils am Mittag und am Abend zusammen, das dürfen wir jetzt aber nicht. Das Mittagessen nehmen wir im Freien zu uns, zum Glück waren die Temperaturen bis jetzt angenehm. Den Abend haben wir in den letzten Jahren immer zusammen ausklingen lassen. Da wurde gelacht, ein Schnaps genommen, und wir liessen den Tag Revue passieren. Es wurde manchmal schon ein bisschen spät. Jetzt fahren aber alle nach der Jagd gleich nach Hause. Trotzdem staune ich, dass wir trotz Corona die Situation gut meistern können. Das Schutzkonzept funktioniert. Und schlussendlich bin ich einfach froh, dass ich trotzdem noch auf die Jagd gehen kann.»

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