«Eine Frau. Eine Pfeife. Ein Pulli.»
Sex und Sexismus: Die verrückte Welt der Werbung

Da soll eine Frau zu Weihnachten ihre gesamte Familie mit Gewehren beschenken. Oder ein Mann soll seine Frau zur Untertanin erziehen. Werbungen, die heute nie erlaubt würden.

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 «Wieso wäscht dich deine Mutter nicht mit Seife von Fairy?»
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 «Gute Dinge sind zwei mal so gut in Zellophan»
 «Von sieben bis siebzehn... Daisy wird Weihnachten unvergessen machen.»
 «Der Chef macht alles ausser kochen - dafür gibt es Frauen!»
 «Eine Frau, eine Pfeife, ein Pullover.»
 «An der Bescherung ist sie glücklicher, wenn sie einen Staubsauger geschenkt bekommt.»
 «Keine Sorge Darling, das Bier hast du nicht angebrannt.»
 «Es ist nett, eine Frau im Haus zu haben.»
 «Wir werden Chlorinol brauchen und sein wie weisse Nigger.»
 «Männer sind besser als Frauen!»
 In etwa: «Oh Darling! Wie liebenswert... ich habe jahrelang auf ein Outfit aus Essensvorräten gewartet!»
 «Mami, bevor du mich verkaufst... zünde lieber eine Marlboro an.»
 «Bier ist nahrhaft.»
 «Rauchen heisst glauben!»
 «Behalte sie dort, wo sie hingehört...»
 «Halte das Haus in Schuss, während du in Form bleibst.»
 Früher Fleisch-, heute wohl eher Vegetarierwerbung: «Man isst mit Vergnügen... ohne Anstrengung.»
 In etwa: «Zeige ihr, dass sie in einer Männerwelt lebt.»
 «Du glaubst, eine Frau kann das öffnen?»
 «Früher oder später wird deine Frau nach Hause fahren. Einer der besten Gründe um einen Volkswagen zu kaufen.»
 «Frauen. Seht euch diese Liste sorgfältig an und macht einen Kreis um die Sachen, die ihr euch zu Weihnachten wünscht.»
 «Blase in ihr Gesicht und sie wird dir überall hin folgen.»
 «Ein Geschenk des Vergnügens.»
 «Je härter eine Frau arbeitet, desto süsser sieht sie aus», ist der Spruch einer Werbung für Vitamine.
 «Ärzte rauchen mehr Camels, als jede andere Zigarettenmarke!»
28 Werbungen, die heute nie erlaubt wären

«Wieso wäscht dich deine Mutter nicht mit Seife von Fairy?»

Das Gesicht der Werbung verändert sich mit der Gesellschaft. Was heute verboten wäre, war vor wenigen Jahrzehnten noch gang und gäbe: Plakate suggerieren, dunkelhäutige Kinder seien deshalb schwarz, weil sie das falsche Waschmittel verwenden würden.

Nicht nur Ärzte, sondern gleich auch noch Mamis Baby selbst animieren Eltern zum rauchen. Oder Zellophan-Produzenten stecken Babys in eine Plastiktüte. Und ein Schwein verarbeitet sich mit einem Messer im Fuss gleich selbst zu Salami. Und Babys sind nur glücklich, wenn ihre Mutter Bier trinkt. Willkommen in der verrückten Welt des Marketings. (mik)