Künzlis Playlist

Rockröhre Janis Joplin starb vor 50 Jahren – das sind ihre besten Songs

Gilt als erster weiblicher Rockstar: Janis Joplin.

Gilt als erster weiblicher Rockstar: Janis Joplin.

Unser Autor würdigt in seiner Kolumne Janis Joplin, den ersten weiblichen Rockstar. Gleich mehrere ihrer Songs sind in seiner aktuellen Playlist.

Alle aus dem Klub 27, dem Klub jener Musiker, die mit 27 Jahren starben, lebten die Maxime von «Live fast, love hard, die young». Doch niemand lebte und liebte so rasant und intensiv wie Janis Joplin.

So hat sie zu Lebzeiten eigentlich nur ein Album unter ihrem Namen herausgegeben: «I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again, Mama!» von 1969. Das zweite Album «Pearl», das zu ihrem grössten kommerziellen Erfolg werden sollte, erschien erst am 11. Januar 1971. Sie erlebte ihn schon nicht mehr. Janis Joplin starb am 4. Oktober vor 50 Jahren an einer Überdosis Heroin.

Janis Joplin gehört zum Klub 27.

Janis Joplin gehört zum Klub 27.

Den Durchbruch schaffte Joplin am Festival von Monterey im Summer of Love 1967. Ihr Triumph am ersten grossen Rockfestival der Musikgeschichte war so gross, dass sie gleich zweimal auftreten durfte. Doch damals war Janis noch Sängerin der Band Big Brother & the Holding Company, und das erste Album, bei einem kleinen Label aufgenommen, war unausgegoren und uneinheitlich. Dazu spielte die damals 24-jährige Sängerin noch nicht die überragende Rolle.

Keine weisse Frau hatte zuvor mit einer solchen Energie gesungen

Nach Monterey galt das Interesse der Plattenfirmen nur noch der Sängerin aus Texas. Keine weisse Frau hatte zuvor mit einer solch atemberaubenden Intensität, unbändigen Energie und Emotionalität gesungen. Mit ihrem hemmungslosen Vokalstil habe sie «die gesamte Geschichte des Gesangs auf den Kopf gestellt» («Vogue»). Janis Joplin wurde zum ersten weiblichen Rockstar.

Das Album «Cheap Thrills», bei Columbia erschienen, erreichte zwar Platz 1 der Charts, doch Janis zweifelte an der Qualität der Band. Dazu kam Heroin ins Spiel. Ende 1968 trennte sie sich von der Band und begann ihre Solokarriere.

Mit der grossen, bläserlastigen Kozmic Blues Band setzte sie auf Funk und Blues, was ihr von einigen Seiten als Verrat am Rock angelastet wurde. Das Album wurde unterschiedlich aufgenommen und konnte nicht an den Erfolg von «Cheap Thrills» anknüpfen. Rückblickend ist es musikalisch das beste. In unserer Playlist ist deshalb fast das ganze Album enthalten.

> Women Is Losers (1966)

> I Need A Man To Love (1968)

> Summertime (1968)

> Piece Of My Heart (1968)

> Turtle Blues (1968)

> Ball And Chain (1968)

> Try Just A Little Bit Harder (1969)

> Maybe (1969)

> One Good Man (1969)

> As Good As You’ve Been To This World (1969)

> To Love Somebody (1969)

> Kozmic Blues (1969)

> Little Girl Blue (1969)

> Move Over (1970)

> Raise Your Hand : feat. Tom Jones

> Cry Baby (1970)

> A Woman Left Lonely (1970)

> Half Moon (1970)

> Me And Bobby McGee (1970)

> Mercedes Benz (1970)

> Get It While You Can (1970)

Autor

Stefan Künzli

Stefan Künzli

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