Klassik
Das Sinfonieorchester Basel darf sich über Aboverkauf freuen

Schon vor Saisonstart steuert das Sinfonieorchester einen Abo-Rekord an. Das zeigt auch, dass die Ausweichspielstätten beliebter sind, als man annehmen konnte.

Marc Krebs
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Das Sinfonieorchester mal aus einer anderen Perspektive.

Das Sinfonieorchester mal aus einer anderen Perspektive.

Andreas Hidber

Das Sinfonieorchester Basel (SOB) befindet sich zwar noch in der Saisonpause. Dennoch ist es für erfreuliche Schlagzeilen besorgt. Zum einen steht eine CD-Veröffentlichung an: Ende Woche erscheint «The Secret Fauré». Unter der Leitung des Chefdirigenten Ivor Bolton und gesanglich verstärkt durch Olga Peretyatko (Sopran) und Benjamin Bruns (Tenor) bringt Sony Music das stimmungsvolle Album mit Orchestersuiten und -liedern von Gabriel Fauré heraus.

Spürbare Steigerung

Daneben ist der Abo-Verkauf für die neue Saison bereits in vollem Gang. Und die Zahlen sind vielversprechend. 1172 Abonnentinnen und Abonnenten haben sich bis zum heutigen Tag für eines der vier Saisonabonnements 2018/19 entschieden. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Orchester mitteilt. Darunter habe man bislang 220 Neuabonnentinnen und Neuabonnenten gewonnen, was 20 Prozent der Abokartenbesitzer entspreche, führt Cristina Steinle, Leiterin ad interim Marketing und Kommunikation, aus.

Wie erklärt sie sich den Zuwachs? «Wir haben die Aboflyer breit gestreut. Zudem kann ich mir vorstellen, dass sich die Vorteile unserer Abos sowie die Leistungen herumgesprochen haben.» In absoluten Zahlen lässt sich sogar sagen, dass das SOB in der kommenden Spielzeit mehr Abonnenten aufweisen wird als in der letzten Saison im Stadtcasino. Der Zuwachs an Abonnenten ist insofern bemerkenswert, weil man vor dem Umbau des Stadtcasinos nicht wusste, wie das Publikum die alternativen Spielorte, allen voran das Musical Theater, annehmen würde.

Zu wenig chic und akustisch weniger geeignet waren und sind mitunter die Einwände, die man in Bezug auf das Musical Theater vernimmt. Jeder Ort habe seine Fans, sei es das Musical Theater, das Münster oder das Theater Basel, sagt Steinle. Letzteres sei beim Abo-Publikum am beliebtesten, wohl auch, weil es mit diesem Ort längst vertraut ist. Insgesamt stelle man fest, dass das Publikum sehr positiv auf die Vielfalt reagiere. Eine Vielfalt, die in der kommenden Saison noch vergrössert wird – unter anderem mit der neuen Reihe Concert & Cinema, bei der Filmmusik präsentiert wird: Von John Williams’ Soundtrack zu «Indiana Jones» bis zum tschechischen Weihnachtsklassiker «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.»

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